Irgendwie gefällt es mir ja fast, das Trauerspiel, das derzeit an den US-Börsen in seinen letzten Zügen liegt. Plötzlich, jetzt, nachdem man am besten Weg ist, den Wagen einmal ordentlich an die Wand zu fahren, ertönen plötzlich aus allen Reihen die Rufe nach dem starken Staat.
Da hat es schon was ironisches (oder ist es etwas christliches?), dass es in den USA vor allem die Demokraten sind, die im Wertespektrum der neuen Welt vielerorts als lupenreine Sozialisten eingestuft werden, die nun den Karren aus dem Dreck ziehen wollen. Die weiterhin auf Gott und die selbstregulierenden Fähigkeiten des Marktes vertrauenden Republikaner haben da weit weniger Mitgefühl. Wirklich absurd wird das Theater aber dann, wenn man plötzlich auch im nicht mehr ganz so sozialen Europa nach der Rettungsleine ruft.
Als absurd, würden das wohl auch viele Republikaner bezeichnen. Übertragen auf ihre Weltsicht wäre das ja fast so, als würden man Spieler dafür belohnen, dass sie alles verloren haben.
