An die Wand gefahren

Irgendwie gefällt es mir ja fast, das Trauerspiel, das derzeit an den US-Börsen in seinen letzten Zügen liegt. Plötzlich, jetzt, nachdem man am besten Weg ist, den Wagen einmal ordentlich an die Wand zu fahren, ertönen plötzlich aus allen Reihen die Rufe nach dem starken Staat.

Da hat es schon was ironisches (oder ist es etwas christliches?), dass es in den USA vor allem die Demokraten sind, die im Wertespektrum der neuen Welt vielerorts als lupenreine Sozialisten eingestuft werden, die nun den Karren aus dem Dreck ziehen wollen. Die weiterhin auf Gott und die selbstregulierenden Fähigkeiten des Marktes vertrauenden Republikaner haben da weit weniger Mitgefühl. Wirklich absurd wird das Theater aber dann, wenn man plötzlich auch im nicht mehr ganz so sozialen Europa nach der Rettungsleine ruft.

Als absurd, würden das wohl auch viele Republikaner bezeichnen. Übertragen auf ihre Weltsicht wäre das ja fast so, als würden man Spieler dafür belohnen, dass sie alles verloren haben.

Stellt euch vor es gibt eine Lehrstelle und keiner geht hin

Jaja, die Krise kommt. Sogar das Wort Rezession habe ich in den vergangenen Tagen schon flüstern hören. Kaum jemand, der nicht müde wird zu betonen, dass „es“ bergab geht (dazu ein anderes Mal). Dabei bemühen sich einige in diesem Land teilweise auf recht abenteuerliche Art und Weise die triste Lage positiv zu sehen.  (mehr…)

Doch schön in Österreich zu leben

Ja man kann sagen was man will, aber das unsere Gesellschaft so weit ist, dass ein öffentlich rechtliches Medium diese Bilder veröffentlichen kann, stimmt mich zuversichtlich:

Bilder von Fritz Aigner auf orf.at

Bilder von Fritz Aigner auf orf.at

http://orf.at/080930-30053/30055txt_story.html

Wenn ich da an andere Länder denke…

Achtung: Börse umrundet…

… sich selbst. Wie muss es sich anfühlen wenn alles an einem vorbeizieht, wenn einfach alles zu schnell wird – ja, wenn man sich sogar selbst zu schnell wird? Fragen wir Investoren die müssen es wissen. Leider besitzt der durschnittliche Trader (männlich, 28) das Reflexionsvermögen eines serbischen Fußball-Legisten aus der 4. Liga, das Ego eines Napoleons und eine ebenso positive Haltung zur Selbstkritik, wie Krocha zu Mozart.

Aber die schmerzverzehrten Gesichter der Trader, die geknickten armen BWL-Absolventen, die mit den Umzugskartons durch Central-London stapfen, geben uns Aufschluss genug über die Folgen.

Von denkerschmiede (mehr…)

Veröffentlicht in: on at 12:33 Kommentar schreiben
Tags: , , ,

Die Hölle…

… sagte Sartre, das sind die Anderen. Das gleiche – nur vielleicht andersherum – wird sich gerade jetzt wohl auch so mancher österreichische Politiker denken.

Wirklich grimmig wird die Stimmung aber erst wenn diese Herren ihre Blicke auf die weltweiten Börsenkurse richten. Denn wie in aller Welt soll man mit sowas fertig werden, wenn die Besteuerung von Wachteleiern den eigenen finanztechnischen Horizont markiert? Da wäre es ja fast besser gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen…

Aber andererseits, denken sich diese Herren dann – und ein Lächeln huscht über ihr Gesicht -, kochen die Anderen auch nur mit Wasser – und sowieso ist es nur eine Frage der Zeit bis wieder gewählt wird.

Und gemäß Nietzsches ewiger Wiederkehr des Gleichen, muss da nicht viel befürchtet werden.

Genug ist nicht genug

Auf der Suche nach immer neuen Aphorismen überschlagen sich die KommentatorInnen dieses Landes in der Analyse der Nationalratswahl 2008. Geprägt von einer beinahe wahnwitzigen Überbewertung der Bedeutung dieser Wahl werden wir bereits darauf eingeschworen sich einem rauen internationalen Wind gegen Rassismus und Faschismus entgegenstemmen zu müssen. Jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient: Eine logische Schlussfolgerung aus dem System Demokratie. Nur dass 2008 mit der Wahl 2000 nicht vergleichbar ist.

von diegranma

(mehr…)

Veröffentlicht in: on at 18:53 Kommentar schreiben
Tags: , , ,

Ade Willi,…

Ja jetzt ist es soweit: Wie Teilnehmer des ÖVP-Bundesvorstandes berichteten, tritt Molterer zurück und nimmt seine Bulldoge Missethon gleich mit. Nachfolger wird Josef Pröll bzw. Werner Amon als Generalsekretär (der jetzige Sozialsprecher).

Bin überrascht: Ich dachte an das Szenario, dass er noch irgendwelche ungeliebten Entscheidungen (Koalition mit Rechts, etc…) trifft, dann den Hut nimmt und Pröll als der neue Gutmensch kommt.

Naja, manchmal überwiegt die Entäuschung und die politische Abrechnung, dem politischen Kalkül.

News-Link dazu:
http://derstandard.at/?url=/?id=1220459444041
http://orf.at/ticker/303573.html

Von denkerschmiede

Veröffentlicht in: on at 18:08 Kommentar schreiben
Tags: , ,

Wie kann es weitergehen? Ein Lösungsweg.

So genug ausgekotzt, genug Wunden geleckt, jetzt ist es an der Zeit konstruktiv zu werden. Deshalb, wie kann es weitergehen? Und was Sie jetzt tun können Herr Faymann! (Ja liebe Leser, dieser Artikel ist eigentlich nur für den Genossen Faymann)

Von denkerschmiede (mehr…)

Links sehen Gefahr sehen, Rechts sehen Gefahr nicht sehen

Und weil der Mensch ein Mensch ist,
Drum braucht er was zum Essen, bitte sehr!
Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt,
Das schafft kein Essen her.

Achja noch nie war Brechts-Einheitsfront so aktuell wie heute… Die letzten 2 Jahre hätten wir Politik gebraucht, die etwas bewegt, die sich abhebt. Seit 1983 hatte Österreich keine Politik mehr, die sich um mehr kümmert als um sich.

Von denkerschmiede

(mehr…)

Telefonterror

Wer kennt die Situation nicht: Irgendjemand braucht irgendetwas sehr dringend und ruft in einem Amt, einer Institution – oder noch schlimmer – bei einer Hotline an. Was dann passiert ist vorhersehbar: Entweder mensch landet minutenlang in einer Wartschleife und wird mit grauenhafter Musik zwangsbeglückt. Oder es läutet. Und läutet. Und läutet. Nach minutenlangem läuten lassen legt mensch dann frustriert auf.

Was der Anrufer nicht bedenkt ist, dass das gesamte Büro am anderen Ende der Leitung minutenlang zu leiden hatte. Und zwar unter dem Ohrenbetäubenden, nicht enden wollendem Telefongeläute.

Darum bitte, liebe Anruferinnen und Anrufer: Legt auf! Ruft gar nicht an! Lasst es nicht ewig läuten! Nehmt euch ein Herz für die Büroangestellten dieser Welt und schreibt einen Brief, eine Mail oder ein Fax. Da wird Ihnen geholfen.

von diegranma

Veröffentlicht in: on at 10:00 Kommentar schreiben
Tags: , ,