Am Beispiel Griechenland wurde uns dieser Tage wieder ein Mal drastisch vor Augen geführt, wer auf dieser Welt wirklich die Staatsgeschäfte lenkt. Die Regierungen sind es jedenfalls nicht. Die behäbigen Apparate von UNO, IWF und Co wohl auch kaum. Doch schauen wir uns das Beispiel Goldman Sachs etwas genauer an. (weiterlesen…)
Empfehlung: Club2 von gestern unbedingt ansehen. Mit KHG Impressionen
Der gestrige Clu2 war wieder einmal ein Paradebeispiel für österreichische Politdiskussionen – lustig und schaurig zugleich.
Trotzdem, unbedingt ansehen Grasser in Reinkultur und ein schmollender Scheibner:
http://tvthek.orf.at/programs/1283-Club-2
Hier ein paar Impression von Grasser, das ist einfach er:
„Es tut mir leid, dass Haider nicht politisch besiegt wurde, sondern von Alkohol und Auto.“
sagt Robert Menasse. Weitere Statements sind bei der heutigen Premiere des Films „Widerstand im Haiderland“ zu erwarten. Heute um 19:30 Uhr im Filmcasino. Am 7.2. kommt es zu einer weiteren Vorstellung mit Podiumsdiskusion die von Florian Klenk moderiert wird. Auf der Darstellerliste finden sich zahlreiche klingende Namen: Josef Hader, Andreas Kohl, Reinhard Gaugg oder eben Robert Menasse. Wir sind jedenfalls gespannt.
Steuersünder CD-Rom – sollen wir oder sollen wir nicht
Bild titelte am Montag groß mit der Aufforderung, die neue Steuersünder CDRom zu kaufen. Gut, Bild eben. Ein Blick in die FAZ: Das gleiche – natürlich sachlicher, abwägender usw aber im Kern: Deutschland ist dafür dass die CDRom gekauft wird.
Ein schwieriges Thema? Darf der Staat illegal beschaffte Daten kaufen?
Natürlich ist die allgemeine Stimmung schnell aufgewiegelt, schließlich geht es ja um die bösen Reichen.
Der Staat macht schon jetzt krumme Geschäfte, um Schlimmeres abzuwenden: Besticht Informanten oder zahlt Lösegeld an Terroristen.
Aber wollen wir die Grenzen noch weiter vorschieben? Dem Staat noch mehr Spielraum in der Beschaffung geben?
Ist es auch ok wenn der Staat künftig Hacker bezahlt die sich in die inländischen Banken hacken, um nach Handwerkern mit auffällig vielen Eingängen zu suchen (Pfusch).
Oder machen wir es einfacher und setzen künftig ein allgemeines Kopfgeld aus, für all diejenigen, die Informationen über Straftaten zB über den Nachbar bringen – die Höhe schwankt je nach Verbrechen.
Schon jetzt hat sich der Rechtsstaat aus gutem Grund eingeengt: Es dürfen keine illegalen Tonbandaufzeichnungen vor Gericht verwendet werden und Polizisten dürfen selbst keine Straftat begehen (Drogen verkaufen, um dann die Käufer hopps zu nehmen).
Vom Datenschutz können wir uns mit der Deutschen Entscheidung wieder ein Stückchen verabschieden.
Oder sind wir jetzt alle nur so geil auf diese CD weil es die bösen, bösen Reichen betrifft und die sind ja schließlich an allem Schuld und haben sowieso genug.

