Die Burka-Verbotswelle rollt an – stoppt sie

Belgien hat nun als 1. Europäisches Land die Burka verboten. Ein weiterer Schritt im Westen gegen die Moslems.

Dieses Verbot ist Ausdruck der moslemfeindlichkeit im Westen in diesem Jahrzehnt.
Vorgeschoben wird der Schutz der Frau – glauben wir wirklich Unterdrückung hört mit dem Verbot eines Kleiderstückes auf?

Es ist nur wieder ein Zeichen in welch regulierter Welt wir leben und anscheinend leben wollen und natürlich ist es gelebter Populismus unserer Politiker die in Zeiten größter Nöten und Krisen Angst gegen eine Bevölkerungsgruppe schüren, um vom wirklich wichtigem abzulenken.

Veröffentlicht in: on 30. April, 2010 at 07:31  Kommentare (5)  
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Gesundheit, die was kostet, ist nichts wert

Viel hilft viel. Angeblich. Bei diversen Naturkatastrophen konnte man sich in der jüngsten Vergangenheit (z.B. Haiti) ja eher vom Gegenteil überzeugen. Dieses Phänomen ist aber auch auf den Gesundheitsbereich umlegbar.

Die OECD hat erhoben, dass hohe Pro-Kopf-Ausgaben für die medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht zwangsläufig mit einer hohen Lebenserwartung einhergehen. Die USA sind hierfür wieder ein Mal Negativbeispiel.

Während in Amerika mehr als 5.360 Euro pro Kopf und Jahr für Gesundheitsleistungen ausgegeben werden, beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung lediglich etwas mehr als 78 Jahre. Das als viel zu teurer gescholtene österreichische System kostet dagegen pro Kopf nur 2.767 Euro jährlich. Trotzdem leben die Menschen hierzulande im Schnitt um zwei Jahre länger.

Wäre man jetzt ein wahrheitsverdrehender intellektueller Tiefflieger wie Andreas Unterberger, würde man dafür plädieren die Kosten für das Gesundheitssystem in Zukunft gegen Null zu senken. Denn die Statistik belegt ja eindeutig, dass die Menschen dann problemlos ein Durchschnittsalter von 100 und mehr Jahren erreichen könnten…

Ökologische Steuerreform für Leistungsträger

Die Leistungsträger unseres Landes sollen also entlastet werden. Was sich nach mehr Kohle für die arbeitende Bevölkerung anhört, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als weitere Schröpfung von Klein- und Mittelverdienern und Beibehaltung der Privilegien von Gutverdienern, Landwirten und Unternehmern. Doch wer hat Österreich durch die Krise manövriert? Die Konsumenten, die nicht müde wurden ihre Euros auch auszugeben. Und da vor allem die Schlechtverdiener: Die geben nämlich von jedem verdienten Euro 80 Cent gleich wieder aus. Im Gegensatz zu den Besserverdienern, die tendenziell ihren Verdienst lieber ansparen und eben nicht ins Nobelrestaurant tragen.
Doch wo liegt die Kohle denn dann wirklich? Keine Frage, sicherlich auch in Rationalisierungen. Warum es z.B. so viele unterschiedliche Krankenkassen, Landes- und Bezirksschulräte oder Mini-Gemeinden geben muss ist kostentechnisch nicht argumentierbar. Aber wenn sich die SPÖVP-Regierung schon nicht darüber traut dann gäbe es zahlreiche andere Felder bei denen abgeschöpft werden könnte. Beispiele gefällig? Streichen der Gruppenbesteuerung, Einführung des Wasserzinses nach Schweizer Vorbild, Anpassung des Einheitswertes, Spekulationssteuer, usw. usw. Die Politik ist gefragt den Weg des geringsten Widerstands zu verlassen und endlich auf Wiesen zu grasen die bisher aus Klientelschutzgründen und befreundeten Lobbys verschont geblieben sind. Einer Steuerreform bloß das Ökologiepickerl aufzukleben ist wohl zu wenig.

Bio: Und wieder wird der Kunde beschissen

Die Financial Times Deutschland hat Ende Jänner aufgedeckt, dass große Modeketten wie H&M und C&A statt mit Biobaumwolle mit gentechnisch veränderter Baumwolle beliefert worden sind. Und das mit deren Wissen. Doch H&M putzt sich ab: Obwohl das Unternehmen von dem Betrug wusste, wurden keine Konsequenzen nach außen gezogen, sondern die Produkte weiterhin als Bio beworben und verkauft.

An sich schon Skandal genug. Hinzu kommt, dass die Baumwollproduktion prinzipiell extrem viel Wasser verbraucht. Um ein Kilo Baumwollfasern ernten zu können, werden rund 18 Tonnen Wasser verbraucht. Kein Wunder also, das die lokalen Anbaugebiete oft an Wasserarmut leiden. Bevor es die Bevölkerung zu trinken bekommt, werden lieber die Baumwollplantagen bewässert, damit die Ketten in den Industrieländern zu möglichst günstigen Rohstoffen kommen. So werden auf der einen Seite die Menschen im Anbaugebiet um deren Existenz gebracht und auf der anderen Seite die Konsumenten mit falscher Kennzeichnung betrogen. Lachende Dritten sind die profitierenden Konzerne. Interessierten sei die Clean Clothes Kampagne empfohlen.

Veröffentlicht in: on 5. April, 2010 at 08:28  Kommentare (1)  
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Willkommen in der Parallelwelt.

Der Welt eines Moslems. Von außen mutet das Gebäude wie ein ganz normales Wohnhaus an. Im Keller des Hauses ist jedoch ein Gebetsraum. Kein Wunder, schließlich kommen offensichtlich als solche erkennbare muslimische Gebetshäuser bei der österreichischen Bevölkerung gar nicht gut an. Erinnern wir uns bloß an die Hexenjagd in Bad Vöslau. Dabei schafft genau diese Unwissenheit Probleme. Was genau in den Gebetshäusern vor sich geht weiß niemand, behauptet zumindest die FPÖ – natürlich um gegen den Islam als Ganzes Stimmung zu machen. Abgesehen davon, dass es in Österreich eine halbe Million Muslime gibt (und damit die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft in Österreich ist), dringen leider gelegentlich negative Highlights nach außen. Erinnern wir uns z.B. an das Jahr 2007 als Mohamend M. ein bedrohliches Video ins Internet stellte. Oder als im Jänner 2009 die Dissertation „Der islamische Religionsunterricht zwischen Integration und Paralellgesellschaft“ Öl ins Feuer goss.
Islamischen Religionsunterricht gibt es seit 1982 an Österreichs Schulen. Was in diesem unterrichtet wird hat bisher jedoch nicht interessiert. Dennoch wird der Islam von der FPÖ seit Jahren als Feindbild mißbraucht. Aber anstatt dagegen anzukämpfen scheint die SPÖ resigniert zu haben (von der ÖVP war nichts anderes zu erwarten, siehe nur das aktuelle Beispiel Akademikerbund). Vor allem Bildungsministerin Schmid hat in diesem Fall enttäuscht. Es läge an ihr für mehr Integration und weniger Parallelgesellschaft zu sorgen.

Veröffentlicht in: on 4. April, 2010 at 06:56  Kommentare (1)  
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Die Zeit des Suchens ist vorbei

Zu Ostern kann man allerlei finden: Alkoholisierte Autofahrer, Kindermißbrauch hinter Klostermauern oder antisemitische Vergleiche im Vatikan. Womit ich gleich beim Thema Nummer eins dieser Woche bin: Dem Mißbrauch von Schutzbefohlenen durch die römisch katholische Kirche. Da ich meine, dass zu diesem Thema schon jede erdenkliche Meinung abgegeben wurde, halte ich mich hiermit zurück. Erwähnt sei bloß ein Beitrag der Zeit (Die Akte Bertone), der belegt, dass Papst Benedikt spätestens seit 1996 von schweren Mißbräuchen Bescheid wusste und nichts unternahm. Oder Bischof Fischer, der meint, Watschen können schon „hilfreich“ sein. Kardinal Schönborn soll mit seiner Opferbeauftragten nicht unerwähnt davon kommen. Eine Kirche, die Frauen in ihrer Organisation keinen Platz einräumt jedoch zum Feuerlöschen für gut genug hält, ist an Dreistigkeit wohl schwer zu überbieten. Auch in Österreich ist das Thema Kindermißbrauch nicht neu. 1995 musste sich ein Kinderschänder names Groer,  nie für seine Taten verantworten. Schönborn war damals übrigens sein Koadjutor. Wäre heute eine neue Situation als vor 15 Jahren, dann wäre die Sinnsuche nun vorbei und ich könnte endlich aus dieser Kirche austreten. Gut das ich es schon 1995 tat.

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