Jetzt ist es zwar - der Logik der Innenministerin folgend – vorstellbar, dass es Migranten aus der Kategorie “Analphabeten aus irgendeinem Bergdorf” schwer fällt, ihren Kindern unabhängig von deren Begabung einen Platz in einem Gymnasium zu verschaffen, aber dass es auch für ein Akademikerpaar aus Amerika genauso unmöglich ist, sollte selbst eine Hardcore-Abschieberin wie Frau Fekter stutzig machen.Auf Nachfrage bei Bekannten der Familie (die ebenfalls Migranten sind), wird dieses Erlebnis bestätigt: Klar, man habe ja selbst 10.000 Euro für den Schulplatz bezahlt – daheim in Russland ist das total üblich, worüber also aufregen?
Nach drei Versuchen findet die Familie endlich einen Schulplatz – ohne dafür zu bezahlen. Zwar nicht in Wien, aber in Mödling. Warum in Mödling? Weil die Kontakte der Schlüsselarbeitskraft von der Direktion als nützlich eingestuft wurden. So fließt zwar kein Geld, aber wie es die österreichische Gepflogenheit verlangt wäscht zumindest eine Hand die andere.
Kein Wunder, dass die Familie überlegt nicht vielleicht doch wieder in die USA zurück zu gehen und den Vertrag nicht zu verlängern. Bleibt die Frage ob es sich Österreich leisten kann, auf topqualifizierte Spitzenkräfte einfach so zu verzichten.