Peppi Pröll sucht Praktikant

Falls es jemand noch nicht mitbekommen haben sollte: Das dicke Burli sucht zusammen mit ATV einen unbedarften Studenten, den er eine Woche lang durch gewichtige Polit-Events wie den Jägerball oder den Nachtslalom in Schladming schleifen kann – von einem Schweinsbraten zum nächsten quasi. So hab ich mir das Leben unseres Finanzministers immer vorgestellt.

Jetzt wo die Wirtschaftskrise schon fast wieder vorbei ist, gibt es aber eigentich auch wirklich keinen vernünftigen Grund mehr Wirtschaftskompetenz zu heucheln. Endlich bleibt wieder Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens…

Zukunftsträchtig ist der Schritt in Richtung öffentliche Selbstentblößung aber allemal. Wenn es der Peppi nämlich bei der nächten Wahl wirklich auf den Kanzlersessel abgesehen haben sollte, wäre er mit einem ATV-Sorglos-Paket („Bauer sucht Frau“, „Du bist was du isst“, „Österreich sucht den Superkanzler“ etc.) endlich vor den Unabwägbarkeiten der Dichand’schen Senilität gefeit. Und sollte es sich doch nicht ausgehen, stünde ihm immerhin ein zweiter Karriereweg offen.  (Stichwort „Die Prölls“)

Den Faymann wird die Aktion jedenfalls wurmen – immerhin hat er mit der Rudas eine „Praktikantin“ im Pelz, der wohl nur der ORF eine eigene ATV-Show wünschen würde…

Laura Rudas und das Kopftuch – „Heute“ lässt ein kleiner roter Papagei „aufhorchen“

Wenn ich das Wort Papagei höre, muss ich unweigerlich an Augenklappen, Holzbeine und Totenköpfe denken – kurzum an Werner Faymann. Und an die kleinen Laaaaura, die aus seiner Schulter sitzend, beharrlich Stumpfsinnigkeiten vor sich hin krächzt.

Der Vogelkäfig-Unterlage „Heute“ gegenüber erklärte Laura Rudas heute beispielsweise, dass es „Ziel muss sein, die Kopftücher abzuwerfen. Wir dürfen nicht zuschauen, dass Kinder aufwachsen, als hätte die moderne Aufklärung nicht stattgefunden.“

Einmal abgesehen von der exzellenten Wortwahl: Ist Toleranz nicht ein grundlegender Verdienst der „modernen“ Aufklärung? Aber weiter geht’s: Für die kleine Laaaaura ist das Kopftuch nämlich ein „Symbol der Ungleichbehandlung“. Dass so manche Kopftuchträgerin darin eine Möglichkeit sieht, dem westlichen Schönheitswahn zu entkommen, dürfte ihr neu sein. Herzig auch die Einschätzung, dass das Kopftuch in Istanbul im Straßenbild bei weitem nicht so präsent sei wie in Österreich. Liebe Laura! Ich verstehe ja, dass du angesichts der alten faden Männer in deiner Partei den HC recht sexy findest. Aber trotzdem solltest du ihm nicht immer alles glauben…

Aber am besten finde ich immer noch den Schluss: „Ob ein Vater seiner Tochter alle ihr zustehenden Rechte gebe – etwa in der Ausbildung -, dürfe nicht zur persönlichen Entscheidung werden“, schreibt „Heute“. Nun, liebe Laura, wenn das so ist, würde ich dir empfehlen, diese Forderung zuerst bei deinen Kernwählern durchzusetzen. Denn wie die Statistik zeigt, hat auch ein jahrzehntelanger freier Universitätszugang zu keiner  breiten akademisch gebildeten Arbeiterschicht geführt. Aber das wäre wohl auch nicht im Interesse der SPÖ – oder liebe Laura?

Ist fix – ist es nicht – ist fix – ist es nicht?!

Kaum das der Faymann und der Pröll vernünftig miteinander reden mucken die Steirer auf. Man sei ja immer schon gegen eine große Koalition mit den Roten gewesen, schon beim Bundesvorstand am 14.10. tönt es trotzig aus der grünen Mark. Der Pröll zieht auch gleich artig den Schweif ein und lässt ausrichten, dass es eh noch viel zu besprechen gibt. Ein erbärmliches Schauspiel.

Veröffentlicht in: on 7. November, 2008 at 16:34 Kommentar schreiben
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Der Countdown läuft – noch 56 Tage bis Weihnachten

Seit gestern ist der große Koalitions-in-FIght eröffnet! Knapp zwei Monate wird das geschätzte Publikum nun von Werner und Josef unterhalten. Das aufmerksame Publikum sieht auf der einen Seite den tänzelnden Werner, bereit sich seinem Kontrahentem zu nähern. Ihm gegenüber duckend und tarnend Josef, unsicher in welche Richtung er seinen nächsten Schritt richtet.
Beim Thema Volksbefragung zuckt der Werner ein bissl wenn der Vranitzky was von der Tribüne runter ruft, auch bei der Frage der Studiengebühren geht es auf der Tribüne bei einem Ablenkungsmanöver von Johannes aka „Gio“ heiß her. Es verspricht spanned zu werden in Runde 2.

Veröffentlicht in: on 22. Oktober, 2008 at 18:05 Kommentare (2)
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Jackass Faymann

Seh gerade die ZiB. Faymann ist angesichts der drohenden Antigua-Koalition offesichtlich das Grinsen vergangen. Liegt wohl auch daran, dass die Rudas einmal nicht direkt hinter ihm steht. Tja auch der schönste Wahlkampf ist irgendwann vorbei.

Und jetzt klammert sich der Faymi an die ÖVP wie ein Säufer an eine Flasche Schnaps. Weil vor der Wahl hat er ja gesagt, dass er nach der Wahl das gleiche sagen wird wie vor der Wahl. Selten so eine phantasielose Ausrede für fehlende Phantasie gehört.

Macht aber nichts. Die jungen Wähler, die sich orange und blau gewählt haben, finden das sicher gut. Seit „Jackass“ ist es ja cool mit Anlauf gegen die Wand zu rennen. (aaa)

Wunschliste an Vizekanzler Strache

Strache hat sich nach dem Treffen mit Jörg Haider für eine Koalition mit ÖVP und BZÖ ausgesprochen, jetzt ist wohl jedem klar was kommt: Eben diese.

Von denkerschmiede

Oh vergessen, Herr „Ich geh mit einer GANZEN Forderung aber mit Vaseline in die Verhandlungen“-Faymann wird das mit der ÖVP sicher machen. Und die ÖVP macht ja gern den Steigbügelhalter für Faymanns-Kanzlerschaft… Hat ihr ja nie geschadet, so eine Juniorpartnerschaft.

Also zurück zur Realität: Schwarz-Blau-Orange. Um in der modernen Flaggensprache zu bleiben: Die Antigua-Koalition. Ja es ist auch Rot drinnen, aber Strache ist eh ein Sozialrebell und deckt Rot schon ab.

Jetzt zu den Wünschen: Lieber Herr Strache, lieber Herr Haider (was wird der jetzt eigentlich?), bitte…
… kehren Sie ab vom Populismus
… bleiben Sie der Linie Haiders im Wahlkampf treu
… bleiben Sie sachlich
… vereinen Sie sich

Dann sind Sie in fünf Jahren Kanzler. Ich wünsche mir das, denn mit Österreich ist es in fünf Jahren eh vorbei…