400 Studenten müssen sich einen Professor teilen (z.B. auf der Publizistik). Vorlesungen mit bis zu 1.500 ZuhörerInnen sind keine Seltenheit. Und was macht Minister Hahn? Er empfiehlt Studienanfängern auf Studien auszuweichen die ein besserer Betreuungsverhältnis aufweisen. Hätte er es selbst gemacht? Nein, natürlich nicht (nachzulesen u.a. im aktuellen Profil).
Deutschen Studenten werden auch gerne dafür instrumentaliseirt um Studiengebühren zu rechtfertigen. Was definitiv Blödsinn ist: Die Deutschen lassen sich auch nicht von Studiengebühren abschrecken, da sie in Deutschland aufgrund ihres Notendurchschnitts für ihr Wunschstudium nicht zugelassen werden. Während es Studiengebühren in Österreich gab, hat sich die Zahl der deutschen Studenten verdreifacht (von 6.000 auf rund 20.000).
Und was haben die Studiengebühren gebracht? Die Zahl der Studierenden mit Nebenjobs stieg rasant an. Außerdem stellen Studiengebühren (trotz Stipendien) eine Hürde für sozial Schwächere dar, da sich viele Förderungswürdige gar nicht nach Stipendien erkundigen.
Aber der Bologna-Prozess wird’s schon richten. Zumindest in der Welt von Minister Hahn. Dabei ist sogar die ÖVP-Aktionsgemeinschaft mit der Umsetzung unzufrieden. Schließlich kann man nicht einmal innerhalb Wiens zwischen Wirtschaftsuni und Hauptuni auf unkomplizierte Anrechnungsmodalitäten hoffen.