Profil: Christian Rainer und das Internet

Irgendwie mag ich Christian Rainer ja wirklich – der Profil Chefredakteur ist nämlich nicht nur schön, sondern auch g’scheit. In seinem letzten Blogeintrag wird er beispielsweise gefragt, ob das Profil seinen Onlineauftritt bis dato vernachlässigt habe.

Seine Antwort: „Nicht vernachlässigt, sondern unter Beobachtung einer experimentierenden und fehlinvestierenden Welt entspannt entwickelt.“

Wie entspannt er die ganze Chose wirklich sieht, unterstreicht eben dieser Blogeintrag – er ist nämlich auf 27. Juli datiert. Neben schön und g’scheit, ist der Herr Rainer also auch ehrlich und enspannt. Bei all diesen Attributen wundert man sich doch wirklich ein wenig, warum er noch nicht den „Spiegel“ leitet…

Zitat des Tages

„Kegelscheiben passt zur österreichischen Mentalität: Viele schauen zu, es ist nicht sehr anstrengend, aber man kann doch etwas umschmeißen.“

Regisseur, Autor und KPÖ-Politiker Kurt Palm auf die Frage, welche Sportart denn gut zu unserer Mentalität passt. (Quelle)

Recycling bei „Profi“: Einmal geht das Cover noch

Christian Rainer macht Urlaub. Weil er als Profil-Chefredakteur aber so gefragt ist, kann er nicht einfach nur sein Schmalzköpfchen in die Sonne legen, sondern muss zwischendurch auch extrem dringende Interviews via Blackberry führen.

Beispielsweise mit dem glücklosen Kurzzeit-“Wiener“-Chefredakteur Maximilian Mondel, der im Moment bei werbeplanung.at zwischengeparkt wurde. Die – gewohnt (un)charmanten und (unfreiwillig) komischen – Antworten von Christian Rainer finden Sie auf seinem Blog.

Damit aber nicht gleich das ganze Profil stillsteht (das Datum hat ja Sommerpause), nur weil der Chef seinen Teint aufbessert, möchten wir der Redaktion zwischenheitlich ein wenig unter die Arme greifen.

Warum, liebes Profil-Team, marschiert ihr nicht einfach gesammelt ins Archiv und hebt ein paar alte Geschichten aus? Ich bin mir sicher da lassen sich ein paar Juwelen finden, die man nur ein wenig aufpolieren müsste. Außerdem hat Doppelverwertung bei euch ohnehin Tradition…

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„Sensationelles“ Profil-Cover

Letzte Woche hat Christian Reiner – seines Zeichens schönster alte Mann von Wien, inniger Verfechter der Psychoanalyse und Chefredakteur des „unabhängigen Nachrichtenmagazins“ profil – das aktuelle Heft noch mit einer „sensationellen Story“ angekündigt, die „fast zwingend auf den Titel muss“.

Jetzt wissen wir wie er das gemeint hat. (mehr…)

Was haben Fekter und Ahmadinejad gemeinsam?

Beide können sich nicht so richtig für Demonstrationen begeistern. In einem Interview sagt Fekter wörtlich:

Ich glaube, dass man in einer Demokratie die Straße nicht zwangsläufig braucht. Ich toleriere dieses Recht, aber für mich persönlich lehne ich es ab. Meinungen können ja auch über die Medien transportiert werden.

Ich nehme einmal an, die iranische Opposition würde dieser Weltsicht widersprechen…

P.S.: Lieber Herr Rainer, da wir ein Non-Profit-Medium sind, laden wir Sie herzlich dazu ein, diesen Beitrag als Grundlage für ihre nächsten Profil-Leitartikel zu verwenden – damit Sie sich nicht immer nur auf “Datum” verlassen müssen.

Abendland in Christenhand

Das war einer der prominentesten Slogans der FPÖ bei der heurigen EU-Wahl. Wir haben die Nachwahlzeit genutzt und uns ein paar Werke des Spitzenkandidaten, Andreas Mölzer, angeschaut. Wir gestatten uns lediglich einige Beispiele um das Gedankengut ein wenig zu sezieren. (mehr…)

„Profil“-Chefredakteur antwortet auf Plagiatsvorwürfe

Entgegen unserer Erwartungen, hat „Profil“-Chefredakteur Christian Rainer nun doch – in gewohnt diplomatischer Weise – auf unseren Vorwurf geantwortet, das Nachrichtenmagazin „Profil“ habe in den letzten Monaten mehrfach Artikel der Monatszeitung „Datum“ kopiert .

Hier das Mail im Originaltext (mehr…)

„Profil“ schreibt von „Datum“ ab

Datum vs. Profil

Lieber Herr Rainer,

als argusäugige Beobachter der österreischischen Medienlandschaft, ist es uns nicht entgangen, dass das „Profil“ bereits seit längerem seltsame thematische Parallelen mit der Monatzeitung „Datum“ aufweist. Ein Beispiel gefällig? Im Datum 03/09 findet sich ein Bericht mit dem Titel „Im Krankenbett: Christoph Böhmdorfer seziert das Gesundheitssystem“. Das Cover von Profil Nr. 11 (9. März) zieren die Wort „Todesfalle Krankenhaus: Österreich-Studie. Tausende Tote durch Dilettantismus, Übermüdung, falsche Arzneien.“ Zufall? Telepathie? Wohl eher nicht… (mehr…)

Xenophob, diktatorisch, österreichisch

Jetzt haben wir es also wissenschaftlich bewiesen. Der Stoff aus dem sonst Geschichts- oder Science Fictionbücher gestrickt sind, ensprang direkt der österreichischen Volksseele.
Ein Fünftel der Bevölkerung kann sich ziemlich gut vorstellen, „einen starken Führer zu haben, der sich nicht um ein Parlament und um Wahlen kümmern muss„. Sechs Prozent der Befragten halten es gar für erstrebenswert, dass „das Militär das Land regieren“ sollte. Und immerhin die Hälfte der Befragten will Ausländer „wieder in ihre Heimat zurückschicken, wenn Arbeitsplätze knapp werden“ .
Nach den Wahlerfolgen von FPÖ und BZÖ bin ich über diese Studienergebnisse nicht überrascht. Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen: Übergriffe von rechten Recken stehen nahezu an der Tagesordnung. Ein äußerst rechts stehender dritter Nationalratspräsident beschäftigt Mitarbeiter, die dem braunen Gedankengut sehr nahe stehen. Die offizielle österreichische Geschichtsbewältigung ist zumindest lückenhaft.
Konsequenzen? Keine. Wieso auch? Mia san mia. Und alle anderen sind uns wurscht.

Veröffentlicht in: on 16. Juni, 2009 at 12:05 Kommentare (1)
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Schweinegrippe: Die Pandemie als Chance

Jede Krise ist eine Chance – das zumindest wollen uns diverse Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens angesichts der derzeit grassierenden Ressesion oft weismachen. Da wäre es ja nur konsequent, eine ausgewachsene Pandemie ebenso als „Window of Opportunity“ zu begreifen.

Während die Medien also den Schweine-Grippen-Teufel an die Wand malen, wollen wir einmal einen Blick auf die Chancen werfen, die uns so ein Ereignis bieten könnte. (mehr…)