Wie kann es weitergehen? Ein Lösungsweg.

So genug ausgekotzt, genug Wunden geleckt, jetzt ist es an der Zeit konstruktiv zu werden. Deshalb, wie kann es weitergehen? Und was Sie jetzt tun können Herr Faymann! (Ja liebe Leser, dieser Artikel ist eigentlich nur für den Genossen Faymann)

Von denkerschmiede

Vorneweg, Fakten: Wie sieht es aus?
Daraus ergeben sich diese mögliche Koalitionen (92 Mandate sind nötig):

Rot/Schwarz: 108
Rot/Blau: 93
Rot/Blau/Orange: 114
Rot/Schwarz/Grün: 127
Schwarz/Blau/Orange: 106

Ja klar würden sich auch noch diverse Möglichkeiten mit Grün-Beteiligung ergeben, aber Grün und Blau bzw. Orange, ist gänzlich auszuschließen.

Was kann jetzt passieren?
Es gibt Stimmen in der ÖVP, die die Opposition für die Schwarzen verlangen. Niederlage eingestanden, erwachsen zur Vernichtung durch den Wähle stehen? Mitnichten!

Faymann hat immer eine Koalition mit den Rechtsparteien ausgeschlossen, also bleibt ihm quasi nur eine Koalition mit Schwarz, gehen diese aber in Opposition, zwingen sie ihn in zwei Richtungen:

  1. Minderheitsregierung
    Kurze Minderheitsregierung mit anschließenden Neuwahlen. Sie können der SPÖ Instabilität vorwerfen (man bedenke, dass sie mit Sicherheit nicht in der Öffentlichkeit aufstehen und sagen: Wir wollen in die Opposition, sondern der SPÖ Arroganz und fehlende Kompromissbereitschaft vorwerfen und die Verhandlungen aufgeben) und werden mit den Rechten gewinnen
  2. Koalition mit der FPÖ
    Feymann versprach keine Koaliton mit den Rechten. Bricht er Wort und sichert seine Macht durch die FPÖ, wird das von allen Parteien künftig ausgenutzt und die SPÖ wird ein nie dagewesenes Erdbeben durchmachen

Die ÖVP ist also wieder mal der Verlierer und hat dennoch viel, wenn nicht alles in der Hand. Entscheidend für die SPÖ ist es also, die Themenführerschaft weiter zu behalten.

Was tun?
Die SPÖ muss mit Überzeugung mit Grün und Schwarz in Verhandlungen gehen. Ein Dreierkoalition würde zeigen, dass die SPÖ das Votum nach „Change“ ernst nimmt und sie für konstruktive Lösungen steht.

Würde die Koalition klappen, hätte das für die SPÖ enorme Vorteile:
Man holt die Grüne aus der Opposition, rettet sie vor der Bedeutungslosigkeit und stärkt damit Grün… Was? Die SPÖ soll sich altruistisch geben und Grün helfen? Natürlich, nur ist es purer Eigennutz: Grün wird durch die Verantwortung gestärkt und die Chancen auf Rot/Grün steigen!

Sollte die ÖVP aber bei ihrem Plan bleiben, hätte man so zwei Parteien, die der ÖVP die Schuld am Platzen medial geben könnten.

Themenführerschaft here we come…

Eine Chance, lieber Herr Faymann, gegen das Machtpotenzial der ÖVP anzutreten!

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Published in: on 29. September, 2008 at 15:09  Comments (5)  
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5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Kleiner Tipp:
    Schwarz/Blau/Orange ergeben nur 106, kann ja schwer mehr als Rot/Blau/Orange haben.

  2. Ja nach dem Wahlergebnis, darf man sich schon mal vertippsen 🙂
    Danke für den Hinweis!

  3. Sicher ist Rot-Schwarz die einzig gangbare ud allerorten akzeptierte Alternative, nachdem die Grünen bereits als „non grata“ hingestellt wurden, ein schwerer Fehler m.E.. Doch was bringt’s? Eine solche Regierung kann noch weniger bewegen als die letzte, die nächsten Neuwahlen kommen wieder viel zu früh, und die Rechten werden noch stärker. Dann lieber gleich Neuwahlen.

    Eigentlich sollte die Rechten an einer Regierung beteiligt werden, nur so werden sie geschwächt, wie es v.a. mit der ÖVP passiert ist.

  4. Naja ich denke hier in zwei Richtungen:
    1. Politisch Strategisch
    Die SPÖ hat m.E. nach einen Fehler begangen, die Grünen abzulehnen. Mit der Forderung nach Rot/Grün/Schwarz wäre sie, wie mit den fünf Punkten, in die Offensive gegangen und hätten die Chance gehabt die Machtposition der ÖVP zu schwächen.
    2. Nach meiner pers. Präferenz
    Bin ich ganz klar gegen die Rechten. Du hast recht, dass sich Populisten immer selbst schwächen, wenn sie Teil des Systems werden, dass sie populistisch bekämpften.. das Grundproblem des Populismus, der Vorteil der Sachlichkeit. ABER geschwächt würden nur die Rechtsextremen; die Mitte-Rechts, konservative ÖVP würde gestärkt werden – was ich persönlich auch nicht will.

    Sollte Rot Grün irgendwann möglich sein, muss die SPÖ das aufbauen. Grün in der oppositioniellen Versenkung verschwinden lassen, wird nicht hinhaun.

  5. […] Regierungsbeteiligung, nur das spielts bei dieser Wahl nicht … Kenia wirds nicht (obwohl das Beste für SPÖ und Grüne) und Schwarz/Grün geht sich auch nicht […]


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