Jörg Haider ist tot: Zurück zur Tagesordnung, die politische Analyse

So wie geht es nun für das BZÖ weiter? Was bedeutet das für die Politik? Wer sind die Hintermänner? Kehren wir zurück zur Tagesordnung, der politischen Analyse.

Von denkerschmiede

Für das BZÖ ist der Tod Haiders natürlich sehr dramatisch. Um sich der Dramatik bewusst zu werden, muss man sich nur die Hintermänner ansehen:

Da haben wir einerseits den schon abgesägten aber immer noch aktiven Klubobmann Wesenthaler. Er führte das BZÖ an den Rande der Existenzlosigkeit. Aber wie gesagt, schon Geschichte. Die Nachfolger lt. Rangliste sind Stefan Petzner und der ehemalige Verteidigungsminister Herbert Scheibner.

Stefan Petzner stieg durch reine Protektion Haiders zu seinem Sprecher und zum BZÖ Generalsekretär auf. Er mag viel sein, aber kein Politiker. Geprägt von Haiders textlicher und sprachlicher Schule ist er ohne den Puppenspieler nichts. Herbert Scheibner hat wenigstens politische Erfahrung, versank aber in den letzten Jahren in der Bedeutungslosigkeit weil er von Westenthaler verdrängt wurde. Dazu gibt es noch Ewald Stadler, der Flip-Flopper den außer den Polit-Beobachtern, in Österreich niemand kennt.

Strache profitiert, die SPÖ auch
Am Meisten wird die FPÖ profitieren. Strache verliert seinen Erzfeind und kann einer Wiedervereinigung oder einem CDU/CSU Model zustimmen. Das muss auch kommen: Wie gesagt, das BZÖ war eine One-Man Show und hatte seine Berechtigung nur durch Haider. Der ist nun weg. Strache braucht keine Angst mehr haben seinen Rang in der Partei zu verlieren, was zugegeben auch das Fernziel Haiders war.

Für die Koalitionsverhandlungen bedeutet das Gutes: Haider positionierte sich im Wahlkamp sachlich und korrekt. Viele vergaßen schon wie er wirklich tickt. Für Pröll von Vorteil. Er wäre nicht mit Rechtspopulisten zusammengegangen sondern mit einer gemäßigten, konstruktiven Rechten. Das ist dahin, denn ein Stache ist für die junge Karriere des junge Prölls nicht tragbar. Gut für die SPÖ, die nun relaxter in die Verhandlungen gehen kann. Vom Profit der Kärntner SPÖ brauchen wir gar nicht sprechen.

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Published in: on 11. Oktober, 2008 at 11:25  Schreibe einen Kommentar  
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