Warum Wissenschaftsminister Hahn bildungs- und wissenschaftsfeindlich ist

Hahn ließ die letzten Tage mit einem neuen Vorschlag zum Thema Studiengebühren aufhorchen: Die Studenten sollen pro ECTS-Credit zahlen. Der Betrag steht noch nicht fest. Damit outet er sich endgültig als bildungsfeindlich.

Von denkerschmiede

Also abgesehen davon, dass das
a) heißt, er will die bestehenden 363 Euro aufdividieren und man zahlt pro Credit 0,03 Cent (oder sonst eine lächerliche Summe)
oder
b) er die Gebühren dramtisch erhöht,

kommt hier ein gänzlich neuer Grundsatz beim Studieren auf: Wer mehr lernt, wer mehr macht, wird bestraft weil er mehr zahlen muss!

Die Folge, schnellere Studenten die sich nur mehr auf die notwendigsten Dinge konzentrieren und sich von der Forschung und der Wissenschaft abkehren. Danke Herr Wissenschaftsminister!

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5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Jab und das Pro-Studiengebühren-Argument für den Pöbel, die ganzen Karteileichen und Langzeitstudenten, die nur wegen den Studentenrabatten inskribiert sind, fallen weg, geht zusätzlich flötten.

  2. Weil sich sooooo viele Studenten darum reißen, in Wissenschaft und Forschung arbeiten zu können. Das ist aber ein lustiges Argument, das mir bisher in der Studiengebührendebatte noch nicht untergekommen ist.

  3. Enten sollten schwimmen – nicht quacken.
    Der Kommentar der Ente hat überhaupt nichts mit dem Eintrag zu tun. Es geht um den freien Zugang zur Bildung für alle und nicht um Arbeitsplätze für WissenschafterInnen. Es geht darum, Studenten für zusätzliches Engagement nicht zu bestrafen sondern zu fördern. Eine glatte Themenverfehlung.

  4. Ente! Fünf! Setzen!

  5. Das Dilemma der Universitären Ausbildung: Auf der einen Seite will die Wirtschaft hochqualifizierte Kräfte, aber am besten mit Praxiserfahrung. Fachhochschulen liefern diese Arbeitskräfte für den Wirtschaftsraum, aber ein Hochschulstudium sollte noch immer die wissenschaftliche Arbeit im Visier haben. Aber keiner will investieren. Forschungs- und Entwicklungsbudgets gehen immer mehr zurück – und so tragisch es ist – Österreich verliert den Anschluss.


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