Kommunalkredit nur vorgeschoben

Eine Bank ohne Spar- und Girokonten wurde nun also von der heimischen Bankengemeinschaft vorgschoben um als erste Unterstützung durch den Staat zu erhalten. Eine interessante Entwicklung, borgt doch der Bund einer Bank Geld, die es dann an Länder und Gemeinden weiterverborgt. von diegranma
Während die Erste Bank einen Verlust von 300 Mio. Euro bereits zugegeben hat, die Hypo Alpe Adria mit ihrer Mutter (der Bayrischen Landesbank) ebenfalls ins Trudeln gekommen ist und auch bei der Raiffeisen ein Verlust von 1,2 Mrd. Euro kolportiert wird verwundert es wenig, dass bereits bevor das Gesetz auch wirklich Gesetz wurde, die erste Bank dieses Hilfspaket in Anspruch nahm.
Die österreichischen Banken, die in Osteuropa sehr engagiert sind werden noch ihr blaues Wunder erleben. Ungarn entwickelt sich zum zweiten Island und hat bereits Hilfe des IWF in Anspruch genommen um den Forint zu stabilisieren. Doch auch in Rumänien und Bulgarien dräut Ungemach. Nicht zuletzt hat der IWF auch der Ukraine eine Milliardenstütze gewährt. Man darf gespannt sein, wann die Raiffeisen Management Invest nicht mehr darum herum kommt, ihre Verluste offen zuzugeben.

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Published in: on 28. Oktober, 2008 at 09:43  Comments (6)  
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6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ich finde es etwas eigenartig, dass sich der Autor fast schon an dem Gedanken begeilt, dass die genannten Banken eine vom Staat (=uns) finanzierte Eigenkapital Aufstockung brauchen werden. Mir wäre lieber, wenn sie es nicht bräuchten, dann muss die Allgemeinheit nicht die Zeche zahlen und finde daher dieses primitive „seht her, die Banker gehen unter, juhuuu“ manch (angeblich) linker Zeitgenossen mehr als redundant. Übrigens sind die abgeschriebenen 300 Mio. Euro der Erste Bank, wenn man sich die Gewinne derselbigen und die Bilanzsumme selbst ansieht, nichts, deswegen wird keine Systembank in Ö zum Staat betteln gehen müssen, eher die schwierige Refinanzierung zwingt die Banken zum Staat zu gehen. Der Rote Salon sollte sich lieber den Thema widmen, wie der Österreichische Nationalrat ein Gesetz beschließen konnte, dass den Banken Zuführung von Kapital ohne Bedingungen erlaubt (in D gibt es haufenweise Bedingungen) Auch die Aussage Ungarn, das zweite Island, entbehrt jeglichem ökonomischen Wissen, Island ist aufgrund seiner überdimensionalen auf Kredit aufgeblähten Bankenwelt Staatsbankrott, während Ungarn schlicht und ergreifend durch die (wahnsinnige) Fiskalpolitik niemand mehr findet, der Staatsanleihen kaufen möchte und daher der Wechselkurs ins Straucheln kommt, im Zweifelsfall wird Ungarn über Nacht den Euro bekommen, nachhaltige Schäden wird der Ungarischen Ökonomie dadurch nicht erwachsen, während die Isländer den Gürtel kräftig enger schnallen müssen.

  2. LiebeR Blabla,
    deine hellseherischen Fähigkeiten in Ehren, aber es ist eben nicht nur die Erste Banke die „nur“ 300 Mio. Euro abschreiben musste.
    Zu glauben, der rote Salon würde über die Finanzkrise jubeln, ist ebenfalls eine Verkennung der Tatsachen.
    Dem Nationalrat Gesetzestexte zu diktieren steht niemandem an – konstruktive Verbesserungsvorschläge allemal. In diesem Sinne bitten wir um lösungsorientierte Beiträge.

  3. Liebe/r diegranma,
    was hat das mit hellseherischen Fähigkeiten zu tun? Wenn du den Fakten nichts zu erwidern hast, dann schweig doch einfach lieber. Hellseherisch wirkt eher „Die österreichischen Banken, die in Osteuropa sehr engagiert sind werden noch ihr blaues Wunder erleben.“. Die Erste Bank hat in Island 300 Mio. Forderungen offen (ob diese „abgeschrieben“ werden müssen, kannst weder du noch ich feststellen, buchhalterisch sind sie derzeit zumindest nichts wert), wenn man jetzt wie du es getan hast, die Behauptung aufstellt, dass wegen den Island Investments die Erste eine Eigenkapital Erhöhung braucht, ist das einfach falsch. Die „Freude“ lässt sich wohl dadurch ableiten, dass man mit haarsträubenden Untergangsszenarien (Ungarn – 2. Island) kokettiert. Abschließend interessiert mich heiß, wie man von „Thema widmen“ auf „diktieren“ kommt. In diesem Sinne bin auch ich an lösungsorientierte Beiträge deinerseits interessiert.

  4. Fakt ist: Die Erste Bank hat nicht nur in Island 300 Mio. an Forderungen offen sondern eben auch in Osteuropa. Detto die Raiffeisen Capital Management.

  5. Jede Bank hat Forderungen offen, sonst wäre es keine Bank.

  6. Schlagzeile Der Standard am 29.10.08: Kommunalkredit blutet auch in Zypern.
    Schlagzeile orf.at am 29.10.2008 um 8:30 Uhr: Ungarn erhält 20 Milliarden Euro an Hilfe.
    Diese beiden Beispiele belegen exemplarisch, dass die Krise tagtäglich ernster wird. Und was macht Österreichs Politik? Der Nationalrat streitet ob sie einen gedanklich ewig gestrigen in ein völlig unwichtiges Amterl hiefen. Na danke schön auch für diese Priorisierung der Themen.


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