Frauen! Wollt ihr wirklich eine Quote? Das wäre der falsche Weg

Zu lange war das Thema wieder passé entsprechend musste es derStandard.at wieder aufpicken. Die Anzahl der Frauen im Parlament fällt auch mit dieser Legislaturperiode und das geht natürlich nicht. Oder? Monika Jarosch fordert im derStandard.at-Interview eine Quote für Frauenplätze im Parlament; u.U. sogar, dem Vorschlag der NR-Präsidentin folgend, die Klubzahlungen an die Frauen zu koppeln.

Gleich vorweg: Ich halte davon nichts. Quote wertet Frauen ab; die Koppelung der Klubzahlungen an die Frauenanzahl halte ich für demokratiepolitisch bedenklich.

Von denkerschmiede

Die Einführung einer Quote auf politische Arbeitsplätze, Vorstandsposten, Aufsichtsratsposten usw. führt zu einer Abwertung der Leistung, á la: Naja, sitzt auch nur wegen der Quote hier.
Ich persönlich kenne keine Frau die verhindert wurde, weil sie eine Frau ist. Klar, jeder Leser kennt jetzt tausende Beispiele wo es anders war und ich gebe auch zu das es passiert.

Das heißt aber nicht dass Quoten der richtige Weg ist. Wir haben viel geschafft in der Gleichberechtigung und sind am richtigen Weg. Die Generation neuer Männer, wächst immer mehr mit einem vollkommen gleichwertigen, ja vielleicht sogar geschlechterneutralen, Bild auf und wird entsprechend so handeln.

Leider gibt es hier keine Geduld, leider gibt es hier kein Einsehen. Viel zu schnell wird die Benachteiligungs-Keule ausgepackt und damit zugeschlagen. Ja in jeder Diskussion (vgl. Glawischnigs Kommentare in der ORF Politikerinnen Diskussion) zeigt sich, dass es nicht um Gleichberechtigung sondern um Bevorzugung der Frauen geht.

Her mit Gleichberechtigung JA! Aber dann konsequent: Keine Bevorzugung durch Quoten, Wehrdienst für Frauen, Anrechnung der Familienzeiten auf die Arbeitszeiten – auch für karenzierte Männer, Gleiche Berechtigung beim Sorgerecht, und, und, und…

Hier passende Links:
Das derStandard.at Interview
ORF Diskussion der Frauen

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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Deine Ansicht finde ich ein wenig kurzsichtig. Frauen wurden über Jahrhunderte in allen Bereichen benachteiligt, dass kann man nicht so einfach austarieren. Das bracuht seine Zeit. Und wenn man mit einer Quotenregelung den Vorgang ein wenig beschleunigen kann, warum nicht?

  2. Aber ist das nicht genau das falsche Signal: Wir brauchen nicht „gleichberechtigen“ wir haben eh Quoten!

    Führt das nicht einfach zu einer tieferen Kluft zwischen den Geschlechtern und sollte nicht eine geschlechterneutrale – und das in ALLEN punkten – behandlung der fall sein?

  3. Bis wir sowas wie eine Gleichberechtigung haben, habe ich aber ehrlich gesagt nichts dagegen, dass eine Frau bei gleicher Qualifikation bevorzugt wird, bis wir so etwas wie Chancegleichheit haben.


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