Der Robin Hood aus dem Burgenland

Der burgenländische SPÖ – Nationalratsabgeordnete Erwin Kaipel macht es der steirischen KPÖ gleich und verteilt Teile seines Einkommens. Bisher haben bereits 55 Personen Gutscheine im Wert von 200 bis 400 Euro erhalten um Lebensmittel- oder Heizölrechnungen begleichen zu können. Auch Mietzinsrückstände wurden ausgeglichen. Nun geht Kaipel einen Schritt weiter: Er hilft dort aus, wo es brennt: Als Kellner, Regaleinschlichter und Fabrikarbeiter. Das ist einmal gelebte Solidarität und echte Umverteilung. Da könnte sich so mancher Politikschreier ein Scherzerl abschneiden.

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Published in: on 18. Dezember, 2008 at 18:10  Comments (7)  
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7 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Also für mich klingt das jetzt nicht so besonders. So weit ich mich zurückerinnern kann haben immer wieder SPÖ-Politiker mit ihren Privatgeld ausgeholfen und waren es sich nicht zu schade mitanzupacken. Aber irgendwie wurde das immer mehr oder minder als selbstverständlich hingenommen und ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass einer dieser „Supermans“ (Wenn Not am Mann ist kommen sie herbeigeflogen und hauen sofort ab wenn sie nicht mehr gebraucht werden) es weit in der SPÖ gebracht hätte.

    Die Politiker der Grünen sind ebenfalls engagiert und manchmal erlebt man auch Aktionen von einem ÖVPler, wobei diese aber oft den Eindruck erwecken als wären sie versehentlich in der falschen Partei. Bei der FPÖ herrscht meist diese „alle Politiker sind Betrüger die in ihre eigene Tasche wirtschaften, also mach ich es auch“-Mentalität. Die KPÖ hat sich bei mir als Kifferverein vorgestellt.

    Ich habe aber das Gefühl, dass man sich immer den zahnlosesten und am wenigsten engagierten Politiker herauspickt um ihn aufzubauen. Ich selbst bin bei der ÖVP-Basis, obwohl man es auf der Ebene mit den Parteien noch nicht so genau nimmt. Da steht eher im Vordergrund etwas zum besseren zu ändern und bei der Frage nach der Bildungs- und Krankenpolitik sind wir uns ja sowieso einig.

    Wenn ich jedoch mal in die Zentrale fahre (egal ob SPÖ oder ÖVP) sehe ich vor allem zwidere Leute die praktisch nur den Ellbogen einsetzen und keinen Handgriff tun, wenn es ihnen nicht vergolten wird. Und dann sind sie meist noch nicht mal sonderlich qualifiziert.

    Da vergeht einem sehr schnell den Lust jemanden zu helfen, wenn man jemanden ein Computerprogramm schreibt und der diese sofort als Eigenkreation verkauft. Und dann auch noch den Mut hat zu fragen, ob ich meinen Namen im About-Dialog durch seinen ersetzen könnte. Möchte jetzt nicht sagen welche Partei es war, weil es solche Leute überall gibt und sie es auch am ehesten nach oben schaffen.

  2. „Nicht so besonders“ ist eben sehr relativ. Es gibt 1000de Österreicherinnen und Österreicher die sich regelmäßig ehrenamtlich in gemeinnützungen Organisationen betätigen. Das wird vielfach als selbstverständlich gesehen (was es natürlich nicht ist). Politiker betätigen sich hingegen oft als Martkschreier (aktuelles Bsp. ist die selektive steuerliche Absetzbarkeit von Spenden). Und dann gibt es eben Politiker, die über ihre Reden hinaus auch Zeichen setzen und selbst regelmäßig mit anpacken. Und genau dieser Unterschied gehört aufgezeigt. Ganz unabhängig vom Coleur.

  3. Stark vereinfacht könnte man sagen, dass es Hackler und Redner geben muss.

    Die Hackler machen still und heimlich ihre 5 Stunden Besuchsdienst in der Woche (um mich selbst am Beispiel zu nennen) und wollen dafür eigentlich nur etwas Anerkennung. Von diesen gibt es in Österreich genug. Mir fallen extrem viele positive Beispiele ein und ein paar negative.

    Auf der anderen Seite braucht es aber auch Redner, die diese Hackler motivieren, ihnen Probleme aufzeigen und ihnen eine gewisse Richtung vorgeben. Und dort ist es einfach genau anders rum. Aussagen wie „machsts das ja eh nur um ein besseres Gewissen zu bekommen, such dir lieber ne ordentliche Arbeit“ möchte man einfach nicht hören. He, wie wäre es mit einem „ich sehe dass du engagiert bist. Momentan ist die Lage nicht rosig, aber wenn ich von einer freien Stelle erfahre werde ich es weiterleiten“? Genauso die Sache diesem Computerprogramm, die ich erwähnt habe. He, das ist mein gelernter Beruf. Das kann ich und im Internet schwirren einige Sachen von mir herum, auch wenn mir das meiste eher peinlich ist. Und die Anwendung hat ihren Zweck auf erfüllt. Trotzdem war der Herr unfähig diese Leistung anzuerkennen, sondern wollte unbedingt seinen Namen darunter stehen haben.

    Und wenn ein Politiker 1,5 Stunden im Nieselregen vor der versammelten Menge von einem Blatt abließt hört sich der Spaß sowieso auf.

  4. Nur so nebenbei. Gibt es ihr Gefasel eigentlich auch mit Inhalt?

  5. Der Inhalt sollte sein, dass es Politiker gibt die ihr Herz und ihre Seele für Österreich einsetzen, aber dies einfach nicht an den Mann bringen können.

    Aber offensichtlich tauge ich selbst nicht viel als Redner. Weil wenn man den Inhalt nicht erkennt ist dies offensichtlich mein Fehler.

  6. Das Sie nicht zum Redner taugen, habe ich nicht gesagt. Aber wir bemühen uns unsere Ansichten möglichst kompakt mitzuteilen – und schätzen es, wenn auch unsere Kommentatoren mit Ockhams Rasiermesser vorgehen.

  7. Danke für den freundlichen Hinweis. Ich bitte meinen Anfängerfehler zu entschuldigen. Ich werde mich in Zukunft kurz fassen. Ich schätze es ja selbst, wenn Personen nicht um den heißen Brei herumreden.

    Achja: Ich habe keine Einwände, wenn meine überlangen Beiträge entfernt werden. Der erste Satz aus meinen letzten Posting dürfte meine Meinung ausreichend wiedergeben und den werde ich in diesen Fall einfach noch mal posten.


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