Einkommensschere so groß wie nie

Der Rechnungshof hat heute bestätigt, was die meisten Österreicherinnen und Österreicher schon lange gewusst oder zumindest geaht hatten: Die untersten Einkommen sind in den letzten 10 Jahren weiter zurck gegangen – es kam zu realen Einkommensverlusten. Während die Männereinkommen um durchschnittlich 2,1% anstiegen, legten die Median-Frauengehälter um nur 1,9% zu. Ein Grund für diese Ungleichheit liegt darin begründet, dass mehr Frauen als Männer in Teilzeitarbeitsverhältnissen stehen. Nicht einzusehen ist jedoch die Tatsache warum Beamtinnen, Angestellte oder Arbeiterinnen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Falsche Einstufungen „passieren“ Frauen häufiger als Männern.

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Published in: on 29. Dezember, 2008 at 16:31  Comments (3)  
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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. http://www.rechnungshof.gv.at/

    So müsste die Schlagzeile lauten: Beamte gewinnen, Arbeiter verlieren.
    Beamte: +20%
    Arbeiter: -6%
    Angestellte: stabil

    Die unteren zehn Prozent der Männer: -23%!!!

    Im Vergleich dazu:
    Frauen gesamt: +1%
    Männer gesamt: +2%

    Nicht einzusehen ist jedoch die Tatsache warum Beamtinnen, Angestellte oder Arbeiterinnen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen

    Auch Beamtinnen, Angestellte oder Arbeiter arbeiten Teilzeit.

    Und Frauen und Männer arbeiten nicht in den gleichen Branchen gleich häufig:

    Als Branchen mit sehr hohem Frauenanteil fällt das Sozial- und Gesundheitswesen (ÖNACE-Abschnitt N) – hier sind 79% der Beschäftigten weiblich –, das Beherbergungs- und Gaststättenwesen (Abschnitt H; Frauenanteil: 62%), das Unterrichtswesen (Abschnitt M; 56%), die sonstigen Dienstleistungen (59%) sowie der Handel (57%) auf. Unterdurchschnittlich häufig sind Frauen vor allem im Produzierenden Bereich tätig: Im Bauwesen (12%), im Bergbau (13%) sowie in der Energie- und Wasserversorgung (18%) sind weniger als ein Fünftel der Beschäftigten weiblich.

  2. Der Gewinn der Beamten kommt daher, dass weniger neue Beamte dazukommen. Die Anzahl der Beamten ist so von 350.000 in 1998 auf 230.000 in 2007 gesunken. Die alten Beamten steigen aber weiterhin in der Hierarchie auf, was jedoch nicht mit Einsteigern gegengerechnet werden kann, da es diese einfach nicht gibt.

  3. Danke für die Konkretisierungen!


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