Alternative Energieformen

Nachdem in Österreich niemand so richtig die Kernenergie will (oder sich traut diese Meinung öffentlich kundzutun) sind die heimischen Energieeproduzenten dazu gezwungen Alternativen zu verwirklichen. Wie die Europäische Windenergie-Vereinigung EWEA in Brüssel mitteilte, kamen 43 Prozent des „frischen“ Stromes im Vorjahr aus Windkraftwerken. Gasanlagen folgten mit 35 Prozent an zweiter Stelle vor Öl mit 13 Prozent. Dann folgten mit vier Prozent Kohlekraftwerke und mit nur zwei Prozent der Ausbau der Wasserkraft. Ernüchternd dabei: Der Zuwachs an Windenergie kommt nicht (wesentlich) aus Österreich.
Der Stromverbrauch in Österreich steigt um jährlich ca. 2%. Seit vielen Jahren ist Österreich Stromimportland, da wir mehr Strom verbrauchen als wir selbst produzieren. Derzeit gibt es noch zwei Standorte für große Flußkraftwerke: Die Wachau und Hainburg. Jedes dieser Projekte könnte so viel Strom wie 1.000 Windräder produzieren. Blöd, dass die beiden Standorte politisch dermaßen verrufen sind, dass eine sachliche Diskussion darüber gar nicht erst begonnen wird. Statt dessen werden kosmetische Maßnahmen getätigt: Hier ein Windrad, dort ein paar Solarzellen, eine kleine Wärmepumpe oder ein Biomassekraftwerk. Aber diese Mini-Maßnahmen werden das Problem nicht lösen: Energieeinsparungen beginnen bei jedem Einzelnen. Aber das ist unangenehm. Bloß immer mehr Strom zu verbrauchen und gleichzeitig auch keinen (Atom-) Strom importieren zu wollen ist schlicht unmöglich. Konsequent zu Ende gedacht heißt das, dass wir bald im Dunkeln sitzen. Wobei Kerzenlicht auch sehr romantisch ist.

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