Xenophob, diktatorisch, österreichisch

Jetzt haben wir es also wissenschaftlich bewiesen. Der Stoff aus dem sonst Geschichts- oder Science Fictionbücher gestrickt sind, ensprang direkt der österreichischen Volksseele.
Ein Fünftel der Bevölkerung kann sich ziemlich gut vorstellen, „einen starken Führer zu haben, der sich nicht um ein Parlament und um Wahlen kümmern muss„. Sechs Prozent der Befragten halten es gar für erstrebenswert, dass „das Militär das Land regieren“ sollte. Und immerhin die Hälfte der Befragten will Ausländer „wieder in ihre Heimat zurückschicken, wenn Arbeitsplätze knapp werden“ .
Nach den Wahlerfolgen von FPÖ und BZÖ bin ich über diese Studienergebnisse nicht überrascht. Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen: Übergriffe von rechten Recken stehen nahezu an der Tagesordnung. Ein äußerst rechts stehender dritter Nationalratspräsident beschäftigt Mitarbeiter, die dem braunen Gedankengut sehr nahe stehen. Die offizielle österreichische Geschichtsbewältigung ist zumindest lückenhaft.
Konsequenzen? Keine. Wieso auch? Mia san mia. Und alle anderen sind uns wurscht.

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Published in: on 16. Juni, 2009 at 12:05  Comments (1)  
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  1. na, wenn das „vertrauen in die presse“ weiter ansteigt, darf sowas nicht wundern …


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