Die krachen, die Medien

Wohin man schaut, die Lage ist überall gleichermaßen bescheiden: Die WAZ will bei der Krone aussteigen, Österreich braucht dringend neues Kapital und Gruner+Jahr Vorstand Bernd Buchholz, schließt rote Zahlen für das Jahr 2009 nicht mehr aus. Kein Wunder, musste die Bertelsmann-Tochter (In Österreich ist Gruner+Jahr unter anderem zu 56% am NEWS-Verlagshaus beteiligt) im ersten Halbjahr 2009 einen Verlust von 57 Millionen Euro hinnehmen. Daher will Buchholz heuer noch 200 Millionen Euro einsparen.
Und das Abwälzen auf die Angestellten hat bereits seit längerem begonnen: Die deutschlen Zeitschriftenverleger verlangen von den rund 9.000 Redakteuren längere Arbeitszeiten sowie weniger Urlaubs- und Weihnachtsgeld. In Österreich werden Journalisten zunehmend nach dem (schlechteren) Gewerbe-Kollektivvertrag entlohnt. Und die Drucker haben nach mehr als siebenmonatigen Verhandlungen den Arbeitskampf für eröffnet erklärt. Ganz zu schweigen von der weiter um sich greifenden Medienkonzentration (Stichwort Fusion der Styria und der Moser Holding). Wir sind gespannt auf den Entscheid des Kartellgerichts.

Published in: on 21. September, 2009 at 18:07  Schreibe einen Kommentar  
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