Klimaschutz: Es ist gegen unsere Natur

In nur vier Jahrzehnten sind Hamburg, Bremen, Amsterdam und weitere Städte bedroht und bieten keinen Platz mehr zum Leben.
Das ist eine so kurze Zeitspanne, das erlebt noch die Hälfte aller jetzt lebenden Menschen – nur als Einleitung zum Thema nächste Generationen und so…

Aber Klimaschutz ist einfach entgegen unserer Natur; denn selbst wenn sich der Einzelne überwindet etwas zu tun, so hat es null Auswirkungen.
Es bringt erst etwas, wenn wir es alle tun.


Ich behaupte jeder Europäer kann ohne großen Aufwand 1-4 Tonnen Co2 einsparen (je nach Lebensweise)  –  das wären pro Jahr bis zu 2 Milliarden Tonnen Co2. Hört sich gut an! Nur spricht hier einiges dagegen:

Der Mensch ist keine Ameise. Sprich unser Gemeinschaftsinstinkt beruht auf dem höchst individuellen Überlebensinstinkt und ist dementsprechend nicht freiwillig und nicht gewollt. Wir sind eine Interessensgemeinschaft, keine aus Überzeugung an der Sache selbst (by, by Communists…)
Was uns nicht persönlich und unmittelbar einen Nutzen bringt, das tun wir nicht. Schönes Beispiel bringen wieder Ameisen:
Forscher beobachteten, dass Ameisen bei einem Stau nicht beginnen das Hinderniss zu überholen oder von der Straße abweichen. In Summe ging es dann – nach dem Wegräumen – für alle schneller. Wohin gegen Autofahrer bei einem Stau sofort beginnen zu überholen – hier hat unter Umständen der Einzelne etwas davon aber nicht die Gemeinschaft; die dadurch vielleicht sogar noch weiter blockiert wird.

Ähnlich beim Klimaschutz: Denn Einsparen heißt Verzicht. Auf Komfort, beim Umstieg von Flugzeug auf Bahn; oder Bequemlichkeit beim Verzicht auf das Auto. Der Effekt ist nicht spürbar und ich persönlich habe nichts davon (Sogar 2050 nicht, da ich nicht in Hamburg lebe).

Das nächste Hinderniss ist das Raucher-Problem: Die kognitive Dissonanz – ich weiß es ist schlecht, verdränge das aber emotional und tue es trotzdem. Jeder Raucher weiß, dass er sich schädigt – nur begreift es aus Selbstschutz emotional nicht.

In Summe hat die Natur sehr schlechte Karten und es ist nicht damit zu rechnen, dass Kopenhagen nachhaltig etwas ändert.

Die Lösung: Gesellschaftlicher Wandel durch Regualtorik.

China hat es besser als wir. Der Verzicht auf ein Mehrparteiensystem und eine westliche Demokratie ermöglichen es der Industrienation schnell und radikal tiefgreifende Einschnitte vorzunehmen. Die werden uns davon ziehen!
Die Regierungschefs müssen unliebsame Maßnahmen setzen und einiges an Gesetzen aufbieten, wenn sie das Klima retten wollen. Das fängt beim Verbot für tägliche Fleischaufnahme an und endet beim Aus für den Individualverkehr in Städten.

Nur wenn wir es schaffen, Umweltsünden gesellschaftlich als Böse zu definieren (auf einem Niveau wie Gewalt und Misshandlung) werden wir das Klima schützen. Das wird passieren, von alleine wenn es Hamburg nicht mehr gibt und vieles zu spät ist oder jetzt durch Regulatorik.

Das klingt auch für mich wie eine schreckliche Vision, ist aber unsere einzige Chance das Klima zu retten. Von alleine tun wir es nicht – das ist gegen unsere Natur.

Published in: on 9. Dezember, 2009 at 16:02  Comments (4)  
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4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. „Hitler ist an der Erderwärmung schuld! Die Klimakonferenz-Religion und ihr Schwachsinn“

    http://freidemzen.wordpress.com/2009/12/08/hitler-ist-an-der-erderwarmung-schuld-die-klimakonferenz-religion-und-ihr-schwachsinn/

    Die Erderwärmung ist für alle Beteiligten eine tolle Sache – die Geschichte wird ausgeschlachtet wie ein zu blutig geratener Massenmord – und alle wollen dabei sein!

    Kritik ist hier nicht erlaubt – wie im besten totalitären Staate – und wo sind die anderen Szenarien – tot geschrieben!

    Weltuntergangsgaudi für alle!

  2. bisher habe ich diesen blog ja recht gerne gelesen, aber seitdem die anhaltende kritik gegenüber profil ausufernde maße angenommen hat, wende ich mich mehr und mehr der gebloggten meinung ab.ich frage mich insbes warum medien, die den markt in ö. beherrschen und die überwiegende bevölkerung maßgeblich beeinflussen, kaum bis nicht annähernd so kritisiert werden wie profil?!?!? auch dieser blogeintrag ist fernab der realität……

  3. Zum thema profil kann ich nichts sagen, da müssen schon meine co-schreiberlinge antworten mich tangiert dieses thema nicht.

    Was mein eintrag damit zu tun hat weiß ich nicht, bin aber überzeugt dass er – leider – sehr viel mit der realität zu tun hat.

  4. Meine Meinung zum Profil-Artikel findet sich als Kommentar direkt darunter.

    Aber um es einmal klar zu stellen: Nur weil ein Artikel auf diesem Blog erscheint, muss er nicht zwangsläufig unsere kollketive Sichtweise widerspiegeln.

    Im Gegensatz zu den meisten klassischen Medien leisten wir uns den Luxus individueller – ja, teilweise sogar widersprüchlicher – Sichtweisen.


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