Hochkonjunktur für schlechte Nachrichten

Heute schon die tägliche Hiobsbotschaft gehört? Kann es denn noch schlimmer kommen? Nach dem neuerlichen Listeria-Skandal (z.B. Anfang der 90er starben in Frankreich 63 Menschen), dem Finanzbetrug Griechenlands mithilfe einer Investmentbank, der Renaissance der stark staatlich subventionierten Atomenergie auf der ganzen Welt (wobei Österreich eine ganz besonders obskure Position einnimmt) oder der Zwangsinternierung vom Asylwerbern? Aber natürlich kann es! Hinter verschlossenen Türen haben bereits die Finanzausgleichsverhandlungen zwischen Bund und Ländern begonnen. Egal? Mitnichten: Schließlich geht es darum bis 2013 immerhin 6 Mrd. Euro einzusparen bzw. mehr einzunehmen. Bezahlen wird wie immer das naive Wahlvolk. Oder: Nach der Quelle, geht nun auch Cosmos in Konkurs. Bei der Quelle gingen 1.200 Jobs flöten – und das obwohl Quelle Österreich immer gut gelaufen ist. Bei Cosmos wurden alle 1.160 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Platz eins im heutigen Schlechte-Nachrichten-Ranking belegen jedoch die Lufthansa-Piloten: Sie wollen ab kommenden Montag streiken weil neue Flieger nur bei den billigeren Tochterunternehmen eingesetzt werden. Und trotzdem haben alle drei Nachrichten etwas gemeinsam: Es geht immer nur ums Geld – und sonst um gar nichts.

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