Ausländer- und Frauenfeidliche Recken im ÖVP Umfeld

Die Tageszeitung Österreich hat einen Brief von Josef Müller (Landesobmann des Akademikerbundes) veröffentlicht. In diesem hatte er u.a. ein Ende des Verbotsgesetzes gefordert. Aber damit nicht genug: Weiters trat Müller für die „generelle Beendigung der Einwanderung“ und die Streichung des Gleichbehandlungsgesetzes ein. Aber halt: Kommt uns das nicht von einer anderen Partei bekannt vor? Müller hatte diesen Brief jedenfalls bereits im November an rund 60 Personen verschickt. Das Piklante an der Sache: Die ÖVP hat nichts dagegen unternommen! Erst als Österreich den Brief veröffentlichte musste die Partei reagieren und schloß Müller aus. Damit offenbahrt sich ein Mal mehr, dass rechtes Gedankengut nicht nur in der FPÖ sondern auch weit in der ÖVP verankert ist. Entlarvender geht’s wohl nicht für die selbsternannte Europapartei. Und ein Angebot an Wählerinnen ist das wohl auch nicht gerade.

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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Die ÖVP ist eine konservative Partei und somit per Definition Rechts. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich rechtes Gedankengut in der ÖVP befindet. Zur näheren Information darüber, was politisch Rechts bedeutet siehe z.B. in der Wikipedia.

  2. Danke für die Aufklärung auf welcher Seite des politischen Spektrums die ÖVP einzuordnen ist.
    Kritisiert wurde ja auch nicht, dass die ÖVP konservatives Gedankengut sondern eher in das nationalsozialistische abrutschende Ideen akzeptiert. Als selbsternannte Familien- und Europartei muten solche Äußerungen allemal seltsam an. Von der politischen Mitte verabschiedet sich die ÖVP mit solchen Äußerungen jedenfalls zunehmend.

  3. Die Äußerungen entsprechen aber nicht der ÖVP und Josef Müller wurde dafür ja auch ausgeschlossen.

    Dass die ÖVP vorher nichts unternommen hat könnte ja auch daran liegen, dass die Personen, an die der Brief ging insgesamt recht viel Post bekommen und nicht alles (selber) lesen.

    Das ist übrigens auch die einfache Erklärung dafür, warum sich die politischen Gegner, an die der Brief auch ging nicht vorher zu Wort gemeldet haben.


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