FPÖ hat die armen, diskriminierten Väter entdeckt

Heute bin ich über eine echte Skurilität gestolpert. www.trennungsopfer.at heißt die Seite meiner Verwunderung. Hinter dieser Seite steckt nämlich die FPÖ. Aber nicht, dass damit abtrünnige BZÖler zurück geholt werden sollen. Nein, es geht v.a. um „Trennungsväter“. Die FPÖ bemüht sich um die armen Männer, die von den bösen Frauen verlassen werden und von ordentlichen Gerichten das Sorgerecht für die Kinder zugesprochen bekommen. Wäre ich nicht bereits gesessen, hätte es mich umgehauen. Aber damit nicht genug. Bei genauerer Betrachtung der Homepage stellt sich heraus, das Mag. Thomas Tayenthal im FPÖ Parlamentsklub einzig und alleine für die Betreuung der Seite http://www.trennungsopfer.at zuständig ist. Würden wir sie nicht alle gleichermaßen bezahlen, könnte mir die Verwendung der Parteienförderung ja egal sein. Besser ist das Weltbild der FPÖ nicht erklärbar. Da passt die Übermama Rosenkranz als Präsidentschaftskandidatin ja perfekt ins Bild.

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Und was soll daran jetzt schlimm sein?
    Der Opfer-Mythos der Frauen wird uns ja in den Medien tagtäglich vorgebetet.

  2. Nix Neix. Aber interessant, dass die FP diese Ungleichheitseinzementierung offiziell betreibt – danke für die Info.

    Genau dieses Umfeld jedenfalls ist ja schon hinter Sozial- und „Frauen“minister Haupts berüchtigter Männerabteilung 6/VI (Teil der Sektion VI in der damaligen Ressorteinteilung) gestanden.

    Und Menschen wie „THJ“ haben schon damals nicht begreifen – oder anerkennen – wollen, dass wir in einer Männergesellschaft leben, Frauen also grundsätzlich und systematisch benachteiligt sind, wie unterschiedliche Arbeitsmarktchancen sowie ungleiche Bezahlung nach wie vor (und seit Jahren wieder zunehmend) beweisen. Ausnahmen bestätigen nur die Regel – und befinden sich ihrerseits fast immer unter der vielzitierten gläsernen Decke.

    Es gibt die Abteilung übrigens immer noch – allerdings heißt sie jetzt männerpolitisch (oder so ähnlich), ist statt mit obskuren Rechtsvereinen mit renommierten Einrichtungen wie der Männerberatung vernetzt und befasst sich vorrangig mit Fragen im Sinn tatsächlicher Gleichstellung wie Förderung der männlichen Inanspruchnahme des Karenzurlaubs.


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