Googlebombe gegen Strache

Wer bei Google „Vollkoffer“ eingibt, gelangt direkt zur Seite von HC Strache.
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

Strache auf Google

Wer Vollkoffer sucht, findet Strache

Wenn ein Migrant versucht einen Schulplatz zu bekommen

Da konnten die Direktoren einmal ihre Muskeln spielen lassen! Als die sehr höfliche, aber offensichtlich nicht aus Österreich stammende Frau um einen Platz für Ihren 13-jährigen Sohn ansuchte, war es ein leichtes „Nein“ zu sagen. Warum? Vielleicht weil die Familie aus Amerika ist und der Vater als Schlüsselarbeitskraft nach Österreich geholt wurde? Ah, wenn das so ist, dann hat diese Familie doch Geld, nicht wahr? Für eine Spende von 12.000 Euro, wäre der Platz schon zu haben. Die Frau ist – überaschender Weise – einigermaßen erstaunt über dieses „Angebot“.

Jetzt ist es zwar – der Logik der Innenministerin folgend – vorstellbar, dass es Migranten aus der Kategorie „Analphabeten aus irgendeinem Bergdorf“ schwer fällt, ihren Kindern unabhängig von deren Begabung einen Platz in einem Gymnasium zu verschaffen, aber dass es auch für ein Akademikerpaar aus Amerika genauso unmöglich ist, sollte selbst eine Hardcore-Abschieberin wie Frau Fekter stutzig machen. (mehr …)

Ein Bericht vom freiheitlichen Wahlkampf

Wien. Außenbezirk. Anfang Oktober. Vor der Gemeinderatswahl.

Vor einer Bibliothek eine Gruppe zwielichtiger Gestalten. Einige deutschlich betrunken. Drei geschäftige Männer im Anzug. Einer von ihnen, HC Flasche, der Parteiführer.

HC Flasche:               … sind wir hier zusammengekommen an diesem Tag des Buches, um die Lüge auszumerzen und den
Verrat zu brandmarken.

Gestalt 1:                  Nieder mit dem Fahrrat! Grüne Bagasch!

Mehrere:                    Sooo iss ess.

Alkoholiker 1:          Braaand!

HC Flasche:               Und wollen daher ein flammendes Zeichen setzen in dera großen Zeit und dementsprechend – fordere ich auch die Auslese von Studenten und Professoren nach der Sicherheit des Denkens im deutschen Geiste.

Alkoholiker 2:          Auch ich fordere eine Auslese!

Ein Passant:              So iss ess! Es braucht nämlich wieder ein vollreifes Lesegut in dera Stadt.

Ein Maschinist:         Jawohl. Weil der Anatole is unserem Niwo des Lesens gar nicht mächtig!

Zwischenrufe:           Geh wo? Nie!

Der Maschinist:        Der kann vielleicht a bissl beetn und an sein Profetn glaubn, …

Alkoholiker 2:          Pro-Fettn!

Der Maschinist:        … aber hast schon mal an so an Türkn an Wein klaubn gsehn?

Zwischenrufe:           Geh wo? Nie!

Gestalt 1:                  Ebn! Lesn is bei uns halt no a Handwerk, sog i jo.

HC Flasche:               In diesem Sinne, liebe Freunde und Freunde, liebe Wiener und Innen erheben wir uns hier gegen diesen undeutschen Geist.

Alkoholiker 1:          Es lebe der Weingeist!

Alkoholiker 2:          So isst ess. Hoch! Hoch der undeutsche Geist!

Anzugträger 2 versetzt ihm einen Rippenstoß

Alkoholiker 2:          Nieda min undeutschen Geist! Nieda! Hoch! Deutscher Ungeist! Weeeingeist! Haaaallo!?

HC Flasche:               Und in dieses Feuer, das sich hier jetzt entzündet wie unser deutsches Herz, wollen wir sie nun werfen, unsere Bücher die uns unterjochen.

Alkoholiker 1:          Jessas, der guade Spiritus. Geh so a Vaschwendung!

Nichts passiert.

HC Flasche:               Kammeraden, macht euch frei von die Bücha!

Nichts passiert. (mehr …)

Absurde FPÖ-Propaganda

Gestern flatterte mir ein Brief der FPÖ ins Haus. Darin schrieb Johann Gudenus, dass „unser schöner Bezirk […] von Drogenzentren überschwemmt wird.“ Ich wohne seit vielen Jahren auf der Wieden, abgesehen von dem vorübergehenden Drogenzemtrum am Wiedener Gürtel ist mir keines in „unserem schönen Bezirk“ bekannt. Aber die Absurditäten gehen weiter: Gudenus bedankt sich in dem Schreiben für meine Unterschrift gegen das Drogenzentrum.  Ich bin verwundert – schließlich habe ich niemals gegen eine Einrichtung unterschrieben, die kranken Menschen hilft.
Der Brief strotzt nur so von merkwürdigen Pauschalisierungen, zum Beispiel wenn sich Gudenus einen „sicheren und sauberen Bezirk“ wünscht. Gerade bei der erzkonservativen Wieden liegt kaum wo ein Hundstrümmerl herum.  Aber bitte: Lesen Sie selbst.

Brief von Johann Gudenus

Her mit der Marie!

Und weil wir gerade bei der Umverteilung sind: Derzeit beschäftigt sich das Verfassungsgericht mit einer Klage, die ausgerechnet ein Stifter eingereicht hat. Dabei geht es um den Einheitswert, nachdem u.a. die armen Bauern steuerlich gemessen werden. Diese wehren sich aus gutem Grund gegen eine Anpassung: Der Verkehrswert von nicht agrarischen Immobilien liegt derzeit beim Sieben- bis Zehnfachen der 1973 festgesetzten und seither in mehreren Schritten um 35 Prozent erhöhten Einheitswerte. Bei agrarischen Immobilien liegt dieser (dort zuletzt 1988 fixierte) Einheitswert noch deutlich darunter. Es ist ganz klar, dass hier echte Umverteilung möglich wäre. Siehe dazu auch das Schwarzbuch der Landwirschaft. Aber nicht nur die Agrarlobby macht gegen jegliche Anpassung mobil. Vor allem die ÖVP argumentiert im Sinne ihres Klientels peride: Die Grundsteuer würde an die Mieter durchgereicht werden und daher wieder die Mieter treffen. Scheint also so, dass die Besitzenden weiterhin ihren Reichtum vermehren können und die armen weiter arm bleiben.

Geld für Arbeitslose? Fehlanzeige!

Das große wirtschafltiche Vorbild der westlichen Welt kann den Arbeitslosen kaum mehr Unterstützungsleistungen ausbezahlen. 32 US-Staaten sind nicht mehr in der Lage, Arbeitslosengelder auszuzahlen. Die US-Regierung muss für die Staaten einspringen. Man fühlt sich an Österreich erinnert…

Published in: on 21. September, 2010 at 11:43  Schreibe einen Kommentar  
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„Menschen importieren“ und „vereinigte Randalierer“

Ein wenig schizophren scheint dieser Herr Strache ja wirklich zu sein. Auf der einen Seite propagiert er beim Wiener Wahlkampfauftakt den sozialen Frieden, auf der anderen Seite hetzt er gegen Minarette und will das Tragen von Burkas verbieten. Dann will er wieder  Sprachrohr für die Sprachlosen sein um im nächsten Atemzug pauschal gegen die „vereinigten Randalierer, Gutmenschen und Berufsdemonstranten da draußen“ zu schimpfen.  Was haben wir gelacht.

Published in: on 3. September, 2010 at 09:41  Comments (1)  
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Moschee baba: Staatsanwalt beantragt Aufhebung der Immunität von Kurzmann

Die Staatsanwaltschaft Graz wird die Aufhebung der Immunität des steirischen Landtagswahl-Spitzenkandidaten Gerhard Kurzmann wegen des Anti-Minarett-Spiels im Internet beantragen. Außerdem soll nach dem Mediengesetz eine Deaktivierung des Spiels erreicht werden. Und plötzlich distanziert sich Saubermann Strache von seinem Landesparteichef: Das Spiel sei die Folge einer persönlichen Entscheidung von Kurzmann. Was der natürlich dementiert: Alles im Landesparteivorstand abgesprochen. Wunderbar: Da weiß selbst in dieser Kellernazi-Kleinpartei die rechte Hand nicht was die linke tut.

Auf Raketa ist Verlass

Durchaus erheiternde FPÖ-Plakatalternativen finden sich derweil auf http://raketa.at/index.php?id=8387&rid=239
Wenigstens ist auf die Kreativität einzelner kritischer Menschen noch Verlass.

Published in: on 2. September, 2010 at 06:36  Schreibe einen Kommentar  
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Machen wir uns stark

Eine bunte Initiative von Künstlern, Intellektuellen und politisch interessierten Menschen haben sich zu der Plattform „Machen wir uns stark“ zusammengefunden.
 Erster Höhepunkt der Plattform ist eine Willenskundgebung am 18. September am Wiener Heldenplatz.

 Konkret fordert die Plattform: 

  • einen radikalen Kurswechsel in der Asyl- und Fremdenpolitik. Als ersten Schritt: ein Ressort für Diversität und Integration. Damit das Zusammenleben keine Polizeisache mehr ist.
  • eine mutige Bildungspolitik, die die Vielfalt der Menschen anerkennt. Als ersten Schritt: eine kräftige Erhöhung des Bildungsbudgets und eine Schule, die nicht ausgrenzt. Damit das Potential, das in unseren Kindern steckt, sich voll entfalten kann.
  • eine gerechtere Verteilung des Wohlstands und Jobs, von denen wir leben können. Als ersten Schritt: Investitionen in Zukunftssektoren wie Kinderbetreuung, Pflege und soziale Dienstleistungen. Damit wir niemanden zurücklassen.
  • das entschlossene Eintreten für eine demokratische Öffentlichkeit. Als ersten Schritt: die Beseitigung aller rechtlichen und informellen Barrieren beim Zugang zu Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur. Damit alle sich Gehör verschaffen und ihre Anliegen einbringen können.

 Zauderer, Zyniker und Zündler waren jetzt lange genug am Wort. Wir freuen uns über diese mutige Initiative und werden über die Veranstaltung am 18. September berichten.