Googlebombe gegen Strache

Wer bei Google „Vollkoffer“ eingibt, gelangt direkt zur Seite von HC Strache.
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

Strache auf Google

Wer Vollkoffer sucht, findet Strache

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Wenn ein Migrant versucht einen Schulplatz zu bekommen

Da konnten die Direktoren einmal ihre Muskeln spielen lassen! Als die sehr höfliche, aber offensichtlich nicht aus Österreich stammende Frau um einen Platz für Ihren 13-jährigen Sohn ansuchte, war es ein leichtes „Nein“ zu sagen. Warum? Vielleicht weil die Familie aus Amerika ist und der Vater als Schlüsselarbeitskraft nach Österreich geholt wurde? Ah, wenn das so ist, dann hat diese Familie doch Geld, nicht wahr? Für eine Spende von 12.000 Euro, wäre der Platz schon zu haben. Die Frau ist – überaschender Weise – einigermaßen erstaunt über dieses „Angebot“.

Jetzt ist es zwar – der Logik der Innenministerin folgend – vorstellbar, dass es Migranten aus der Kategorie „Analphabeten aus irgendeinem Bergdorf“ schwer fällt, ihren Kindern unabhängig von deren Begabung einen Platz in einem Gymnasium zu verschaffen, aber dass es auch für ein Akademikerpaar aus Amerika genauso unmöglich ist, sollte selbst eine Hardcore-Abschieberin wie Frau Fekter stutzig machen. (mehr …)

Absurde FPÖ-Propaganda

Gestern flatterte mir ein Brief der FPÖ ins Haus. Darin schrieb Johann Gudenus, dass „unser schöner Bezirk […] von Drogenzentren überschwemmt wird.“ Ich wohne seit vielen Jahren auf der Wieden, abgesehen von dem vorübergehenden Drogenzemtrum am Wiedener Gürtel ist mir keines in „unserem schönen Bezirk“ bekannt. Aber die Absurditäten gehen weiter: Gudenus bedankt sich in dem Schreiben für meine Unterschrift gegen das Drogenzentrum.  Ich bin verwundert – schließlich habe ich niemals gegen eine Einrichtung unterschrieben, die kranken Menschen hilft.
Der Brief strotzt nur so von merkwürdigen Pauschalisierungen, zum Beispiel wenn sich Gudenus einen „sicheren und sauberen Bezirk“ wünscht. Gerade bei der erzkonservativen Wieden liegt kaum wo ein Hundstrümmerl herum.  Aber bitte: Lesen Sie selbst.

Brief von Johann Gudenus

Machen wir uns stark

Eine bunte Initiative von Künstlern, Intellektuellen und politisch interessierten Menschen haben sich zu der Plattform „Machen wir uns stark“ zusammengefunden.
 Erster Höhepunkt der Plattform ist eine Willenskundgebung am 18. September am Wiener Heldenplatz.

 Konkret fordert die Plattform: 

  • einen radikalen Kurswechsel in der Asyl- und Fremdenpolitik. Als ersten Schritt: ein Ressort für Diversität und Integration. Damit das Zusammenleben keine Polizeisache mehr ist.
  • eine mutige Bildungspolitik, die die Vielfalt der Menschen anerkennt. Als ersten Schritt: eine kräftige Erhöhung des Bildungsbudgets und eine Schule, die nicht ausgrenzt. Damit das Potential, das in unseren Kindern steckt, sich voll entfalten kann.
  • eine gerechtere Verteilung des Wohlstands und Jobs, von denen wir leben können. Als ersten Schritt: Investitionen in Zukunftssektoren wie Kinderbetreuung, Pflege und soziale Dienstleistungen. Damit wir niemanden zurücklassen.
  • das entschlossene Eintreten für eine demokratische Öffentlichkeit. Als ersten Schritt: die Beseitigung aller rechtlichen und informellen Barrieren beim Zugang zu Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur. Damit alle sich Gehör verschaffen und ihre Anliegen einbringen können.

 Zauderer, Zyniker und Zündler waren jetzt lange genug am Wort. Wir freuen uns über diese mutige Initiative und werden über die Veranstaltung am 18. September berichten.

Alle Menschen sind gleich…

… aber manche sind gleicher. Vor allem wenn man Schauspieler, Sportler oder Künstler ist. Da kann man schon auf Ministerratbeschluss hin die Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. So geschehen gestern, im Falle von Christoph Waltz. Wer bekommt in Österreich sonst noch beschleunigte Verfahren? Boris Prokopic zum Beispiel. Der Rapidler hatte ebenfalls im Eilzugstempo die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen.

Per Ministerratsbeschluss produzierte die Regierung 2008  auf einen Schlag 38 Neo-Österreicher, für deren rasche Einbürgerung angeblich besonderes Interesse des Staates gegeben war. 2007 wurden 41 Personen ebenfalls per Regierungsbeschluss zu Neo-Österreichern.

Spitzensportler sollte man also sein, wenn man Bedarf an einer Blitzeinbürgerung hat. Oder zumindest eine der österreichischen Nationalsportarten sollte beherrscht werden. Billard oder Schach spielen zu können, Tanzsportler oder Rugbyspieler zu sein, haben sich in der Vergangenheit als vorteilhaft erwiesen. Aber auch eine Florettfechterin lag schon im österreichischen Nationalinteresse.

Oder man hat einfach Kohle: Wer die Pflanzung von 30.000 Bäumen finanzieren kann der bekommt den begehrten Wisch per Ministerratsbeschluss. Ein weiteres Beispiel an das wir uns gerne erinnern ist „AUA-Scheich“ Mohamed Al Jaber. Der Saudi wurde bereits im Herbst 2007 wegen Verdiensten um die Wiener Hotellerie eingebürgert.

Jedes Ende wird ein Anfang sein

Wir haben uns entschieden.
Entschieden weiterzumachen.

Wir nehmen den Wiener Wahlkampf zum Anlass, uns einem neuen Themenschwerpunkt zu widmen.
Nicht zuletzt aufgrund der erneuten, widerlichen Plakatkampagne der FPÖ wollen wir unser Hauptaugenmerk in Zukunft auf den Alltagsrassismus lenken. Warum? Weil wir ihn täglich erleben (müssen). Und weil er uns stört. Und weil wir der Meinung sind, dass wir etwas dagegen unternehmen müssen.
Wem die neuen Plakate der FPÖ noch nicht ins Auge gestochen sind, dem sei eines gezeigt:
Plakat in der Nähe des Siebenbrunnenmarktes

Dazu fällt mir eigentlich nur mehr ein Zitat von Max Liebermann ein: Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.

Sexy wie Jogi

Alle guten Dinge sind bekanntermaßen drei. Als Abschluss der orf.at – Peinlichkeitstriologie hier die heutige Seite. Gut dass der ORF die reifen Herren und deren knappe Hemden als Zielgruppe entdeckt hat…

Published in: on 23. Juni, 2010 at 12:04  Comments (1)  
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Wie fad ist der ORF Onlineredaktion?

Offenbar sehr. Oder es gibt eine absurde Vorschrift wie viele „Meldungen“ ein Ressort produzieren muss. Anders ist diese „Story“ wohl nicht zu erklären….

Published in: on 7. Juni, 2010 at 19:31  Comments (2)  
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Gesundheit, die was kostet, ist nichts wert

Viel hilft viel. Angeblich. Bei diversen Naturkatastrophen konnte man sich in der jüngsten Vergangenheit (z.B. Haiti) ja eher vom Gegenteil überzeugen. Dieses Phänomen ist aber auch auf den Gesundheitsbereich umlegbar.

Die OECD hat erhoben, dass hohe Pro-Kopf-Ausgaben für die medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht zwangsläufig mit einer hohen Lebenserwartung einhergehen. Die USA sind hierfür wieder ein Mal Negativbeispiel.

Während in Amerika mehr als 5.360 Euro pro Kopf und Jahr für Gesundheitsleistungen ausgegeben werden, beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung lediglich etwas mehr als 78 Jahre. Das als viel zu teurer gescholtene österreichische System kostet dagegen pro Kopf nur 2.767 Euro jährlich. Trotzdem leben die Menschen hierzulande im Schnitt um zwei Jahre länger.

Wäre man jetzt ein wahrheitsverdrehender intellektueller Tiefflieger wie Andreas Unterberger, würde man dafür plädieren die Kosten für das Gesundheitssystem in Zukunft gegen Null zu senken. Denn die Statistik belegt ja eindeutig, dass die Menschen dann problemlos ein Durchschnittsalter von 100 und mehr Jahren erreichen könnten…

Die Zeit des Suchens ist vorbei

Zu Ostern kann man allerlei finden: Alkoholisierte Autofahrer, Kindermißbrauch hinter Klostermauern oder antisemitische Vergleiche im Vatikan. Womit ich gleich beim Thema Nummer eins dieser Woche bin: Dem Mißbrauch von Schutzbefohlenen durch die römisch katholische Kirche. Da ich meine, dass zu diesem Thema schon jede erdenkliche Meinung abgegeben wurde, halte ich mich hiermit zurück. Erwähnt sei bloß ein Beitrag der Zeit (Die Akte Bertone), der belegt, dass Papst Benedikt spätestens seit 1996 von schweren Mißbräuchen Bescheid wusste und nichts unternahm. Oder Bischof Fischer, der meint, Watschen können schon „hilfreich“ sein. Kardinal Schönborn soll mit seiner Opferbeauftragten nicht unerwähnt davon kommen. Eine Kirche, die Frauen in ihrer Organisation keinen Platz einräumt jedoch zum Feuerlöschen für gut genug hält, ist an Dreistigkeit wohl schwer zu überbieten. Auch in Österreich ist das Thema Kindermißbrauch nicht neu. 1995 musste sich ein Kinderschänder names Groer,  nie für seine Taten verantworten. Schönborn war damals übrigens sein Koadjutor. Wäre heute eine neue Situation als vor 15 Jahren, dann wäre die Sinnsuche nun vorbei und ich könnte endlich aus dieser Kirche austreten. Gut das ich es schon 1995 tat.