Die Bauern schlagen wieder ein Mal zu

Die ÖVP-Dreifalitgkeit Bauernbund, Raiffeisenverband und die Landwirtschaftskammer haben wieder ein Mal zugeschlagen. Unter dem Titel „Bewertungsgesetz-Novelle 2010“ hat das BMF einen Gesetzesentwurf eingebracht, der die Bewertung von land- und forstwirtschaftlichen Grund aka „Einheitswerte“ zum Inhalt hat. Man sollte meinen, das im Zuge der Budgetsanierung auch die Landwirte ihren Beitrag zu leisten haben – z.B. in Form der Anhebung dieser Werte. Aber nix da.
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Bananenrepublik oder Bauernstaat?

Theoretisch sollte sich das Wahlvolk Österreichs in der Zusammensetzung der 183 Abgeordnete im Nationalrat widerspiegeln. Tut es natürlich nicht. Abgesehen davon, dass Frauen nur zu 28% repräsentiert werden (dem mathematisch versierten Leser wird nicht entgangen sein, dass es in Österreich nicht beinahe vier Mal so viele Männer wie Frauen gibt), fällt vor allem ein erhebliches Ungleichgewicht bei den Landwirten auf. 14 Bauern sitzen im Parlament – fast alle für die ÖVP versteht sich. Wenn man sich vor Augen hält, dass somit fast jeder vierter Abgeordneter Bauer ist, das Wahlvolk jedoch nur zu 1,6% (!!!) aus Bauern zusammensetzt, dann lässt sich hier eine gewisse Schieflage erkennen. Und nachdem Bananen ja in unseren Breitengraden eher ungünstig gedeihen muss es sich bei Österreich wohl eher um einen Bauern-Demokratie handelt?!

Published in: on 16. Dezember, 2008 at 19:30  Comments (2)  
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