Erste borgt sich 1,89 Mrd. vom Staat

Für 8% Zinsen borgt sich die Erste Bank nun also doch auch Geld vom Staat. Die schlappen 1,89 Mrd. Euro braucht die Erste auch dringend. Im Schlußquartal 2008 fuhr sie einen Verlust von 603 Millionen Euro ein. Die Dividende für 2008 wurde von 75 auf 65 Cent gekürzt. Der Konzernnettogewinn der Erste Group 2008 sank um 26,8% auf 859,6 Mio. Euro.
Bleibt abzuwarten ob die schwer deffizitäre ukranische Tochter der Erste Bank die einzige bleibt.

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Published in: on 27. Februar, 2009 at 08:36  Comments (1)  
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Reinhold Mitterlehner – Poltern und Schädigen

Banken-Bashing ist mittlerweile zu einer neuen politischen und medialen Kategorie geworden; nachdem es in der Bevölkerung schon seit jeher Gang und Gebe ist.
Im Moment nimmt es aber ungeahnte Außmaße an.

Minister Mitterlehner fuhr im heutigen Ö1 Morgenjournal wieder mit voller Breitseite gegen die Banken; Kredite wären zu teuer, es würden keine Vergeben werden und und und…

Aber versuchen wir wiedermal bei den Fakten zu bleiben…

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Finanzkrise: Citigroup plant 50.000 Stellen zu streichen

Die Finanzkrise schlägt weiter zu: Wie eben bekannt geworden plant einer der größten Finanzdienstleister, die Citigroup, 50.000 Stellen zu streichen und damit die Zahl ihrer Angestellten auf 300.000 zu kürzen.

Das ist ein klares Zeichen welche Auswirkungen diese Krise noch haben wird. Als erster sind die weltweiten Player im Investment Banking betroffen, die klarer Weise direkt von Kurseinbrüchen und fehlenden Investments in den Märkten Schaden nehmen.

Österreichs Banken werden folgen: Keine österreichische große Systembank setzte voll auf Investment Banking; sobald aber die Fundamente der Wirtschaft betroffen sind, wird es auch sie treffen.

Wir können hier von einer zweiten Welle sprechen: Vor allem Raiffeisen und Erste Bank sind starke CEE-Player und können sich daher beide noch in diesem Jahr über gute Daten freuen. Sobald aber CEE stürzt, werden die Ergebnisse und Ausblicke in Österreich einbrechen. Wie viele Mitarbeiter und Co dann hier betroffen sind,… wir werden sehen.

Finanzkrise: Raiffeisen hat offene Forderungen von 1,2 Mrd.

Erste Bank und Raiffeisen haben beide offene Forderungen gegenüber isländischen Banken. Die Banken bestätigten das in einer Aussendung, wobei die Erste Bank auch die Höhe der Forderungen offen legte: rund 300 Millionen. Raiffeisen wollte zur Höhe „aufgrund der angespannten Situation“ kein Kommentar abgeben.

Wundert uns nicht: Kolportiert werden bis zu 1,2 Milliarden Euro – das würde schmerzen.
Natürlich ist das eine Summe von der man nur hört, Bestätigung oder Indizien gibt es keine…

Published in: on 22. Oktober, 2008 at 11:10  Comments (1)  
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