Kirche ignoriert weiterhin Frauenrechte

Kardinal Schönborn hat Bürgermeister Häupl einen Brief geschrieben. Und damit wieder ein Mal bewusst eine Grenze überschritten. Grund für Schönborns Brief war eine Einladung zum Empfang im Wiener Rathaus. Gefeiert wird 30 Jahre „pro:woman“ (aka Ambulatorium am Fleischmarkt). Unter Kreisky wurde  1974 die Fristenregelung (sie stellt Abtreibung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche straffrei) beschlossen. Das war ein Meilenstein im Kampf der Frauen um ihre Selbstbestimmung. Offensichtlich hat die römisch-katholische Kirche jedoch nach wie vor Probleme damit, Frauenrechte anzuerkennen. Und sie zeigt ein Demokratieverständnis der Kirche auf, das zumindest problematisch ist. Denn die Trennung von Kirche und Staat ist gesetzlich festgeschrieben. Und Gesetze machen Politiker, und nicht kirchliche Würdenträger.

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Published in: on 28. August, 2009 at 11:21  Comments (11)  
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Einkommensschere so groß wie nie

Der Rechnungshof hat heute bestätigt, was die meisten Österreicherinnen und Österreicher schon lange gewusst oder zumindest geaht hatten: Die untersten Einkommen sind in den letzten 10 Jahren weiter zurck gegangen – es kam zu realen Einkommensverlusten. Während die Männereinkommen um durchschnittlich 2,1% anstiegen, legten die Median-Frauengehälter um nur 1,9% zu. Ein Grund für diese Ungleichheit liegt darin begründet, dass mehr Frauen als Männer in Teilzeitarbeitsverhältnissen stehen. Nicht einzusehen ist jedoch die Tatsache warum Beamtinnen, Angestellte oder Arbeiterinnen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Falsche Einstufungen „passieren“ Frauen häufiger als Männern.

Published in: on 29. Dezember, 2008 at 16:31  Comments (3)  
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Frauen! Wollt ihr wirklich eine Quote? Das wäre der falsche Weg

Zu lange war das Thema wieder passé entsprechend musste es derStandard.at wieder aufpicken. Die Anzahl der Frauen im Parlament fällt auch mit dieser Legislaturperiode und das geht natürlich nicht. Oder? Monika Jarosch fordert im derStandard.at-Interview eine Quote für Frauenplätze im Parlament; u.U. sogar, dem Vorschlag der NR-Präsidentin folgend, die Klubzahlungen an die Frauen zu koppeln.

Gleich vorweg: Ich halte davon nichts. Quote wertet Frauen ab; die Koppelung der Klubzahlungen an die Frauenanzahl halte ich für demokratiepolitisch bedenklich.

Von denkerschmiede

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Jetzt mal was unaktuelles: Frauen, es ist nicht unfair dass ihr im Schnitt weniger verdient!

Gestern hatte ich einen Backflash: Es ist 20.15, ORF 2 und fünf Frauen diskutieren. Dann kommt es, das Untastbarste überhaupt in Österreich: Die Einkommensschere. Der Altar der politischen Korrektheit. Der Telepromter für alle Politiker, der ständig den gleichen Text abspielt: „Ja, das ist ungerecht – Ich werde das ändern“

Schluss. Aus. Vorbei: Zeit für ein bisschen Wahrheit. Diese Statistik zeigt keine Ungerechtigkeit; es zeigt gar nichts.
Frauen, vieles im Leben ist unfair aber diese Statistik sagt gar nichts.

Von denkerschmiede (mehr …)