Zivis unter Pauschalverdacht

Innenministerin Fekter hat wieder ein Mal mit einem bemerkenswerten Vorschlag für Aufsehen gesorgt. Sie will – wegen angeblicher Beschwerden der Trägerorganisationen – den Krankenstand für Zivildiener de facto auf drei Tage beschränken. Und das, obwohl die großen Trägerorganisationen mit der Arbeit der Zivildiener sehr zufrieden sind und sich überhaupt nicht beschwert haben.

Es drängt sich ein ganz ein anderer Verdacht auf: Schottermiezi Feker versucht still und leise eine Verschärfung der Rechtslage bei einer Gruppe, die sich kaum wehren kann. Denn ist diese Schikane erst ein Mal eingeführt, kann sie ganz leicht auch auf andere Beschäftigungsverhältnisse ausgedehnt werden.

Dann könnten die Arbeiter in Fekters Kiesgruben wohl auch bald nur mehr drei Tage in Krankenstand gehen, ohne diesen „nacharbeiten“ zu müssen. Hier geht die Gewerkschaft zu Recht auf die Barikadenbleibt zu hoffen, dass die SPÖ nicht schon wieder bei einer solch schwindeligen Aktion mitmacht.

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Der Einfluss den ich meine

Dem ÖGB laufen seit Jahren die Mitglieder davon. Und auch sein Einfluss ist spätestens seit der schwarz/blau/orangen Regierung geschrumpft. Erinnern wir uns lediglich an die Offenbahrung im Rahmen des BAWAG-Verkaufs, wie klein der sagenumwobene Streikfonds wirklich war/ist. Damt ließe sich kein längerer Generalstreik finanzieren.
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Die (Ohn-)macht der Gewerkschaft

Liest man das aktuelle Profil, so könnte der Eindruck entstehen, der ÖGB wäre nicht nur Teil der oft zitierten Schattenregierung – oder auch Sozialpartner genannt – sondern eher Diktator.
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Published in: on 10. März, 2009 at 23:10  Schreibe einen Kommentar  
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Wie die Österreicher die Krise spüren und was den Politikern dazu einfällt

Nach den Banken und Autozulieferern streicht Otto-Versand in Graz nun 270 Jobs und sperrt gleich das ganze Logistikzentrum in der Steiermark zu. Währenddessen erklärt GPA Boss Katzian (im morgigen Kurier Interview), dass die Verstaatlichungen einer Bank für ihn kein Tabu sei. Das ist beachtlich: Gerade ein Gewerkschafter – wir erinnern uns an die BAWAG – hat nichts gegen die Verstaatlichung einer Bank. An sich schon problematisch genug, dass die Bosse der Schattenregierung namens Sozialpartnerschaft im Parlament bzw. in Ministerien sitzen. Die Krise jedoch mittels Verstaatlichung retten zu wollen ist das falsche Konzept und erinnert an die Idee Verluste zu verstaatlichen und Gewinne zu privatisieren.
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Published in: on 4. Februar, 2009 at 18:48  Schreibe einen Kommentar  
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Metaller bekommen 0,3 Prozent

Nein, das ist leider kein Scherz. Bei einer „offiziellen“ Inflation von 3,5% bleibt eine Minierhöhung von gerade einmal 0,3% über. Und selbst das ist erst die halbe Wahrheit. „Die Inflation“ ist eigentlich der Konsumerpreisindex, der gerne manipulativ (weil wirklichkeitsverzerrend) verwendet wird.
Erinnern wir uns kurz: Vor wenigen Wochen tönte es aus Gewerkschaftskreisen, das alles unter 4% nicht akzeptabel sei. Schade, dass sich einmal mehr die Wirtschaftskapitäne durchgesetzt haben.

Published in: on 6. November, 2008 at 11:31  Schreibe einen Kommentar  
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