Absurde FPÖ-Propaganda

Gestern flatterte mir ein Brief der FPÖ ins Haus. Darin schrieb Johann Gudenus, dass „unser schöner Bezirk […] von Drogenzentren überschwemmt wird.“ Ich wohne seit vielen Jahren auf der Wieden, abgesehen von dem vorübergehenden Drogenzemtrum am Wiedener Gürtel ist mir keines in „unserem schönen Bezirk“ bekannt. Aber die Absurditäten gehen weiter: Gudenus bedankt sich in dem Schreiben für meine Unterschrift gegen das Drogenzentrum.  Ich bin verwundert – schließlich habe ich niemals gegen eine Einrichtung unterschrieben, die kranken Menschen hilft.
Der Brief strotzt nur so von merkwürdigen Pauschalisierungen, zum Beispiel wenn sich Gudenus einen „sicheren und sauberen Bezirk“ wünscht. Gerade bei der erzkonservativen Wieden liegt kaum wo ein Hundstrümmerl herum.  Aber bitte: Lesen Sie selbst.

Brief von Johann Gudenus

Der Sicherheitswahn der FPÖ

Bei der FPÖ Klubklausur heute wurde wieder einmal die Idee der „Sicherheitswachen“ reanimiert. Der, als im rechten Eck stehende, bekannte FPÖ Sicherheitssprecher Johann Gudenus forderte heute eine eigene, 5.000 Mann starke, Wiener Wachtruppe.
Was passiert wenn sich eine Partei eine paramilitärische Garde hält sieht man derzeit in Ungarn. Da werden Minderheiten (allen voran Roma) verfolgt, ermordet und deren Häuser niedergebrannt.
Aber selbst wenn die „Sicherheitswache“ so kommen sollte wie sie sich die FPÖ vorstellt: Schlagstock und Pfefferspray im Einsatz gegen einen Wasserrohrbruch? Das klingt nicht nur absurd sondern zeugt von der Undurchdachtheit des Vorschlages. Ich wäre sehr dankbar wenn die FPÖ uns zumindest eine Woche lang mit ihren wahnwitzigen Ideen verschonen würde. Damit wir wenigstens einmal kurz vor der FPÖ sicher sind.

Published in: on 16. Juni, 2009 at 16:13  Comments (2)  
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