Heroin auf Krankenschein

So mancher Sozialarbeiter kann dieser Idee einiges abgewinnen. Schließlich kann Heroin von den Nieren vollständig verstoffwechselt werden. Im Gegensatz zu den Substitutionsmedikamenten. In  der Schweiz ist das schon lange möglich. Dort gibt es sogar offizille Fixerstuben, in denen Süchtige sich unter Aufsicht einen Schuß setzen können. So kann sicher gestellt werden, dass zumindest saubere Spritzen verwendet werden. Und den Anrainern bekannter Hotspots wird ausserdem geholfen.
Nun gibt es auch in Deutschland die Möglichkeit künstliches Diamorphin auf Krankenschein zu bekommen. Sowohl SPÖ als auch ÖVP könnten sich hierzulande von den Deutschen ruhig ein Scherzerl abschneiden. Denn in diesem Fall hat ÖVP Gesudnheitssprecher Rasinger Unrecht: Es ist selbstverständlich eine politische Frage. Es passt nun einmal nicht in den Law-and-Order-Wahn der ÖVP (geschweige denn von FPÖ und BZÖ) schwer kranken Menschen bei ihrer Sucht zu unterstützen. Und nebenbei bemerkt: Zahlen schönzureden bringt überhaupt nichts. 7.000 bekannte Substitutionspatienten sind wohl eher die Spitze des Eisberges. Schließlich wechseln die Sozialarbeiter im Ganselwirt und am Karlsplatz alleine bereits täglich 8.000 Spritzen.

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Published in: on 21. Juni, 2009 at 10:59  Comments (1)  
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