Die Universität ist keine Oper

Die Neowissenschaftsministerin will sich offensichtlich einen Karl machen. Nicht anders ist es zu erklären, dass sie die Universitäten mit der Oper vergleicht. Die studierte Juristen sollte es besser wissen: Ein Studium wird nicht der Gaude und Unterhaltung wegen betrieben. Auch ist es nicht um den Preis einer Opernkarte zu erwerben. Wer kurzweilige Unterhaltung haben will ist in der Oper sicher besser aufgehoben als in einem mindestens drei Jahre dauernden Studium. Mit diesen Äußerungen hat sich die Ministerin vor der heute stattfindenden Fragestunde keinen guten Dienst geleistet. Aber immerhin hat sie sich selbst demaskiert. „Eignungstest“ für alle (z.B. gestern in der ZiB1) oder aber Kontingente. Zumindest eine klare Ansage.

Auch ihr Vorgänger Johannes Hahn ist derweil erneut in den Schlagzeilen: Seine Dissertation wird wieder unter die Lupe genommen – Hahn sah sich bereits in der Vergangenheit wiederholt mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert.

Johannes Hahn ist Justizminister bis Claudia Bandion-Ortner gesund ist

Häähh? Werden sich jetzt manche Leser denken; ja wir beweisen wieder einmal unseren Status als Bananen-Republik: Johannes Hahn wird am Dienstag als Interims-Justizminister angelobt, weil Optikerin Bandion-Ortner krank ist. Krank? Hat UHBP Angst sich anzustecken? Mitnichten, aufgrund ihrer Verkühlung kann sie das BAWAG-Urteil nicht rechtzeitig fertigschreiben (Wir erinnern uns: Eine „unabhängige“ Richterin wird ÖVP-Ministerin während eines LAUFENDEN Prozesses).

Wieder ein Fall von klassischem Polit-Krankenstand; ähnlich wie der von Laura Rudas als sie 2006 als NR-Abgeordnete angelobt wurde aber leider krank war. Zufällig wurde am gleichen Tag über einen Antrag der Grünen zur Abschaffung der Studiengebühr abgestimmt…

Regierungsverhandlung: Wissenschaftsministerium wird beschnitten

Wie wir erfuhren soll Bildungsministerin Claudia Schmied / SPÖ, Gio Hahn beschneiden: Er verliert die Hochschulpolitik und diese wird in das Bildungsministerium eingegliedert – da gehört es unserer Meinung nach auch hin. Was bleibt „Dr.“ Hahn? Forschung und Entwicklung, traditionell ja von jeher einer der wichtigsten Anliegen österreichischer Politiker.