Zitat des Tages

„He looks more like the guy at the local corner store than the guys on dollar bills.“

So versucht die New York Times in ihrer heutigen Ausgabe den 44. amerikanischen Präsidenten zu beschreiben. Der rote Salon findet diese Sichtweise sehr zutreffend: Barack Hussein Obama ist nicht nur der erste afro-amerikanische Präsident. Er symbolisiert den Wandel der Zeit: Mit kenianischem Vater, amerikanischer Mutter und muslimischen Großvater verkörpert er eine Art Patchwork-Familie, wie wir sie alle aus unserer eigenen Lebensrealität kennen.
Die Erwartungen an ihn sind jedenfalls enorm: Er „muss“ zwei Kriege beenden, ein höchst fragwürdiges Gefangenenlager schließen, die schwerste Wirtschaftskrise seit den 30ern meistern und die steigende Arbeitslosigkeit in den Griff bekommen. Ob ihm all das gelingen wird bleibt abzuwarten. Eines wissen wir allerdings bereits heute: Er wird nicht in die selbe fatale Tonalität verfallen wie sein Vorgänger. Einen Krieg gegen den Terror führen zu wollen, bedeutet einen niemals beendbaren Krieg zu führen. Es liegt an ihm, dieses dunkle Kapitel Amerikas zu beenden.

Published in: on 19. Januar, 2009 at 08:56  Kommentar verfassen  
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Ein bisschen Rückenwind für Armin Wolf

Das Interview in der ZIB2 von Armin Wolf mit dem israelischen Botschafter in Österreich, sorgte laut seinem eigenen Blog für erboste Reaktionen seitens der Zuseher.

Er war nicht objektiv, unprofessionell, ja sogar antisemitisch. Warum? Nun, er hinterfragte die Positionen des Botschafters kritisch und genau das zeichnet einen guten Journalisten aus. Mangelnde Objektivität könnte man ihm nur vorwerfen, wenn er einen Hamas-Führer nicht kritisch behandeln würde.

Typisch Österreich sind die Reaktionen wenn es um das Kritisieren von Juden geht. So wirft ihm ein Seher vor, er sei aufgrund des Ausdruckes „Völkermord“ ein Antisemit und fragt ob er denn die Geschichte des Volkes von Israel nicht kenne. Ein schwaches Argument, denn erstens sind diese zwei Situationen nicht vergleichbar, zweitens hat kein Volk aufgrund erlebter Greueltaten den Blankoschein ebenso welche zu begehen und drittens steckt in einer Kritik am kriegerischen Vorgehen der Israelis kein Antisemitismus.

Wir wünschen uns mehr Objektivität im Umgang mit Israel in Österreich bzw. in der westlichen Welt/Medien.

Published in: on 7. Januar, 2009 at 10:22  Kommentar verfassen  
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