Geld für Arbeitslose? Fehlanzeige!

Das große wirtschafltiche Vorbild der westlichen Welt kann den Arbeitslosen kaum mehr Unterstützungsleistungen ausbezahlen. 32 US-Staaten sind nicht mehr in der Lage, Arbeitslosengelder auszuzahlen. Die US-Regierung muss für die Staaten einspringen. Man fühlt sich an Österreich erinnert…

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Published in: on 21. September, 2010 at 11:43  Schreibe einen Kommentar  
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Sein Name ist Reza Haidari

Ein Afghane erzählt österreichischen Asylbeamten von sexuellem Missbrauch – und landet in Schubhaft. Dort nahm er sich das Leben. Reza Haidari wurde 16 Jahre alt. Erst jetzt, neun Wochen später, konnte der Falter seinen Tod aufdecken. Haidaris Hinweise auf Missbrauch wurden ignoriert. Stattdessen stellte das Bundesasylamt am 19. Juli, Haidaris Todestag, das Asylverfahren in erster Instanz ein.

Gesundheit, die was kostet, ist nichts wert

Viel hilft viel. Angeblich. Bei diversen Naturkatastrophen konnte man sich in der jüngsten Vergangenheit (z.B. Haiti) ja eher vom Gegenteil überzeugen. Dieses Phänomen ist aber auch auf den Gesundheitsbereich umlegbar.

Die OECD hat erhoben, dass hohe Pro-Kopf-Ausgaben für die medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht zwangsläufig mit einer hohen Lebenserwartung einhergehen. Die USA sind hierfür wieder ein Mal Negativbeispiel.

Während in Amerika mehr als 5.360 Euro pro Kopf und Jahr für Gesundheitsleistungen ausgegeben werden, beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung lediglich etwas mehr als 78 Jahre. Das als viel zu teurer gescholtene österreichische System kostet dagegen pro Kopf nur 2.767 Euro jährlich. Trotzdem leben die Menschen hierzulande im Schnitt um zwei Jahre länger.

Wäre man jetzt ein wahrheitsverdrehender intellektueller Tiefflieger wie Andreas Unterberger, würde man dafür plädieren die Kosten für das Gesundheitssystem in Zukunft gegen Null zu senken. Denn die Statistik belegt ja eindeutig, dass die Menschen dann problemlos ein Durchschnittsalter von 100 und mehr Jahren erreichen könnten…

Hochkonjunktur für schlechte Nachrichten

Heute schon die tägliche Hiobsbotschaft gehört? Kann es denn noch schlimmer kommen? Nach dem neuerlichen Listeria-Skandal (z.B. Anfang der 90er starben in Frankreich 63 Menschen), dem Finanzbetrug Griechenlands mithilfe einer Investmentbank, der Renaissance der stark staatlich subventionierten Atomenergie auf der ganzen Welt (wobei Österreich eine ganz besonders obskure Position einnimmt) oder der Zwangsinternierung vom Asylwerbern? Aber natürlich kann es! Hinter verschlossenen Türen haben bereits die Finanzausgleichsverhandlungen zwischen Bund und Ländern begonnen. Egal? Mitnichten: Schließlich geht es darum bis 2013 immerhin 6 Mrd. Euro einzusparen bzw. mehr einzunehmen. Bezahlen wird wie immer das naive Wahlvolk. Oder: Nach der Quelle, geht nun auch Cosmos in Konkurs. Bei der Quelle gingen 1.200 Jobs flöten – und das obwohl Quelle Österreich immer gut gelaufen ist. Bei Cosmos wurden alle 1.160 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Platz eins im heutigen Schlechte-Nachrichten-Ranking belegen jedoch die Lufthansa-Piloten: Sie wollen ab kommenden Montag streiken weil neue Flieger nur bei den billigeren Tochterunternehmen eingesetzt werden. Und trotzdem haben alle drei Nachrichten etwas gemeinsam: Es geht immer nur ums Geld – und sonst um gar nichts.

Umverteilung auf österreichisch

In den OECD Revenue-Statistics 2009 wird deutlich, dass die Abgabenquote in Österreich 2008 gestiegen ist. In 17 anderen Industrieländern knöpfte der Staat seinen Bürgern 2008 weniger Abgaben ab als 2007. Aber kein Stachel ohne Dornen.

Weil Österreich seinen Erwerbstätigen ja den Zaster aus den Taschen zieht, kann er anderswo leichtfertig aus dem Fenster geworfen werden. Wie sonst ist es möglich, dass Pensionisten eine größere „Gehaltserhöhung“ bekommen als die Erwerbstätigen in der Metallbranche? Das ist nämlich selbst für österreich einmalig.

Scheint so, als ob Blecha und Kohl zu den Vampiren der Gesellschaft werden, die den Erwerbstätigen auch noch den letzten Tropfen Kaufkraft aussaugen wollen. Da zeigt sich wieder einmal, dass sich ehrliche Arbeit in Österreich nicht wirklich lohnt.

Abendland in Christenhand

Das war einer der prominentesten Slogans der FPÖ bei der heurigen EU-Wahl. Wir haben die Nachwahlzeit genutzt und uns ein paar Werke des Spitzenkandidaten, Andreas Mölzer, angeschaut. Wir gestatten uns lediglich einige Beispiele um das Gedankengut ein wenig zu sezieren. (mehr …)

Xenophob, diktatorisch, österreichisch

Jetzt haben wir es also wissenschaftlich bewiesen. Der Stoff aus dem sonst Geschichts- oder Science Fictionbücher gestrickt sind, ensprang direkt der österreichischen Volksseele.
Ein Fünftel der Bevölkerung kann sich ziemlich gut vorstellen, „einen starken Führer zu haben, der sich nicht um ein Parlament und um Wahlen kümmern muss„. Sechs Prozent der Befragten halten es gar für erstrebenswert, dass „das Militär das Land regieren“ sollte. Und immerhin die Hälfte der Befragten will Ausländer „wieder in ihre Heimat zurückschicken, wenn Arbeitsplätze knapp werden“ .
Nach den Wahlerfolgen von FPÖ und BZÖ bin ich über diese Studienergebnisse nicht überrascht. Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen: Übergriffe von rechten Recken stehen nahezu an der Tagesordnung. Ein äußerst rechts stehender dritter Nationalratspräsident beschäftigt Mitarbeiter, die dem braunen Gedankengut sehr nahe stehen. Die offizielle österreichische Geschichtsbewältigung ist zumindest lückenhaft.
Konsequenzen? Keine. Wieso auch? Mia san mia. Und alle anderen sind uns wurscht.

Published in: on 16. Juni, 2009 at 12:05  Comments (1)  
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Ist fix – ist es nicht – ist fix – ist es nicht?!

Kaum das der Faymann und der Pröll vernünftig miteinander reden mucken die Steirer auf. Man sei ja immer schon gegen eine große Koalition mit den Roten gewesen, schon beim Bundesvorstand am 14.10. tönt es trotzig aus der grünen Mark. Der Pröll zieht auch gleich artig den Schweif ein und lässt ausrichten, dass es eh noch viel zu besprechen gibt. Ein erbärmliches Schauspiel.

Published in: on 7. November, 2008 at 16:34  Schreibe einen Kommentar  
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Hallo aufwachen!

Lieber Alexander,

ja es stimmt die Partei hat nicht wegen dir verloren. Ja es stimmt du bist ein sehr sympathischer aber vor allem ein authentischer, glaubwürdiger und sachlicher Politiker. Aber es tut mir leid, nicht mehr der richtige Spitzenkandidat. Nicht wegen den Verlusten, aber es fehlt der Drive. Bei dieser Wahl sahen wir das Stammwählerpotenzial der Grünen – einen Ausbau hast du nicht geschafft. Ja, deine Partei stellt sich hinter dich und wird dich „Bist du 110 Jahre alt bist konservieren“ aber geh doch selbst einen Schritt zurück. Lass Glawischnig vor; stärke den jungen Drive der Grünen Basis, setze ein Zeichen. Natürlich, bleib den Grünen erhalten, aber hinter ihr. Stärke ihr den Rücken, aber tritt beiseite.

Dein politisches Gewissen.

Von denkerschmiede

Genug ist nicht genug

Auf der Suche nach immer neuen Aphorismen überschlagen sich die KommentatorInnen dieses Landes in der Analyse der Nationalratswahl 2008. Geprägt von einer beinahe wahnwitzigen Überbewertung der Bedeutung dieser Wahl werden wir bereits darauf eingeschworen sich einem rauen internationalen Wind gegen Rassismus und Faschismus entgegenstemmen zu müssen. Jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient: Eine logische Schlussfolgerung aus dem System Demokratie. Nur dass 2008 mit der Wahl 2000 nicht vergleichbar ist.

von diegranma

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Published in: on 29. September, 2008 at 18:53  Schreibe einen Kommentar  
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