Neugebauer soll endlich in Pension

Der alternde oberste Beamtengewerkschafter Fritz Neugebauer tut, was er reflexartig immer tut. Er ist dagegen. Bildungsministerin Schmied will das Sitzenbleiben abschaffen. Neugebauer sagte heute im „Hohen Haus“, dass Sitzenbleiben sei eine „Chance für jene Schüler, die in ihrer Entwicklung retardiert sind“. Womit er ein Mal mehr beweist, wie ahnungslos er ist. Denn eine Klasse zu wiederholen, ist keine Chance sondern Strafe. Der Jugendliche wird aus seinem Umfeld heraus gerissen und mit Hohn bedacht. Nicht gerade pädagogisch wertvoll. (mehr …)

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Warum sich Claudia Schmied überhaupt verteidigen muss

Seit vier Tagen ist die Kommunalkredit das Nummer eins Thema der „Presse“. Doch Kernpunkt der Artikel sind keineswegs die Kommunalkredit-Financials. Nein, die „Presse“ weidet sich am vorherrschenden politischen Hick Hack – wohl wissend, dass im gesamten 270 Seiten starken Deloitte Gutachten (das übrigens noch gar nicht veröffentlicht wurde) kein einziges Mal der Name  „Claudia Schmied“ oder das Wort „Bilanzfälschung“ vorkommt. Aber geschenkt – Journalisten müssen Zeitungen verkaufen.

Der Gewinner ist derzeit zweifelsohne die ÖVP, die das Spiel „Angriff ist die beste Verteidigung“ perfekt beherrscht. Besonders spannend dabei ist, dass die Bundes-Finanzierungs-Agentur medial nur in Ansätzen präsent ist. Das kann schon einmal als erster Sieg gewerter werden. Sieg Nummer zwei ist, dass Claudia Schmied das Leben mit einem Gutachten schwer gemacht wird. Dass dieses eine Zeitspanne behandelt, in der Frau Schmied gar nicht mehr im Vorstand der Komunalkredit war, scheint niemanden zu interessieren…

Viel geprügelt, kaum beachtet: Die Lehrer

Lehrer zu sein ist sicher nicht leicht. Genau genommen ist es ein ziemlich harter Job. Aber gerade in der Wirtschaftskrise haben viele Menschen gar keinen Job und wären froh über zumindest einen anstrengenden. Am 12. März wird die erste Protestmaßnahme der Lehrer stattfinden. Doch ist dieser gerechtfertigt? Wagen wir einen kurzen Blick über die heimischen Grenzen hinaus: Laut OECD unterrichten Österreichs Lehrer 607 Stunden netto pro Jahr. Das ist bei weitem weniger als im OECD Durchschnitt (717 Stunden). Wenn wir die USA einmal als Sonderfall aussen vor lassen (dort stehen Lehrer im jahr 1080 Stunden in den Klassen), ist Deutschland (758), die Niederlande (750) und Spanien (713) drei durchwegs vergleichbare Länder, in denen Lehrer bei weitem mehr unterrichten al in Österreich.
Ins österreichische Bildungssystem zu investieren ist grundvernünftig. Daher macht es auch Sinn die Unterrichtszeit adäquat anzuheben und vermehrte Fördermöglichkeiten anzubieten. Ministerin Schmied ist auf einem guten Weg, wir halten ihr die Daumen.

Published in: on 4. März, 2009 at 08:37  Comments (5)  
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