Bio: Und wieder wird der Kunde beschissen

Die Financial Times Deutschland hat Ende Jänner aufgedeckt, dass große Modeketten wie H&M und C&A statt mit Biobaumwolle mit gentechnisch veränderter Baumwolle beliefert worden sind. Und das mit deren Wissen. Doch H&M putzt sich ab: Obwohl das Unternehmen von dem Betrug wusste, wurden keine Konsequenzen nach außen gezogen, sondern die Produkte weiterhin als Bio beworben und verkauft.

An sich schon Skandal genug. Hinzu kommt, dass die Baumwollproduktion prinzipiell extrem viel Wasser verbraucht. Um ein Kilo Baumwollfasern ernten zu können, werden rund 18 Tonnen Wasser verbraucht. Kein Wunder also, das die lokalen Anbaugebiete oft an Wasserarmut leiden. Bevor es die Bevölkerung zu trinken bekommt, werden lieber die Baumwollplantagen bewässert, damit die Ketten in den Industrieländern zu möglichst günstigen Rohstoffen kommen. So werden auf der einen Seite die Menschen im Anbaugebiet um deren Existenz gebracht und auf der anderen Seite die Konsumenten mit falscher Kennzeichnung betrogen. Lachende Dritten sind die profitierenden Konzerne. Interessierten sei die Clean Clothes Kampagne empfohlen.

Published in: on 5. April, 2010 at 08:28  Comments (1)  
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Profil drischt im besten Boulevardstil auf Personalvertreter ein

Wer denkt, der Boulevard wird von einschlägigen kleinformatigen Tageszeitungen beherrscht, der irrt. Mit der aktuellen Ausgabe drängt sich Profil ins Rampenlicht und überholt NEWS um Längen. Zuerst wird auf drei Seiten kollektiv auf die Beamtenschafft eingeprügelt, personifiziert durch GÖD-Chef Neugebauer. Man kann zu dem streitbaren Christgewerkschafter stehen wie man will – aber seinen Job macht er verdammt gut. In Sachen Klientellpolitik kann er Blecha und Kohl die Hand geben. Wäre es das gewesen, könnte man meinen es handle sich nur um das allseits beliebte Beamten-Bashing. (mehr …)

Skandal beim Roten Kreuz: Jahrelang falsch abgerechnet

In der Blutspendezentrale des Österreichischen Roten Kreuzes werden die Gehälter seit Jahren falsch abgerechnet. Bis dato laufen mehrere Klagen zu unterschieldichen Themenstellungen gegen das Rote Kreuz. 2007 musste das Rote Kreuz bereits 180.000 Euro wegen nicht korrekter Abrechnungen nachzahlen. Nun ist es wieder so weit: Rund 200 Mitarbeiter haben Forderungen in der Höhe von zwei Millionen Euro.
Das Verhalten des Roten Kreuzes ist einem Unternehmen, das sich so gerne als Synonym für soziale Verantwortung sieht nicht würdig. Vielmehr konterkariert es den eigenen Werbeslogan: Aus Liebe zur Unternehmenskassa.

Published in: on 16. September, 2009 at 15:22  Comments (3)  
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Datenskandal im Sportclub

Dass es die Österreicher mit ihren Daten nicht immer so genau nehmen, ist nichts Neues. Der Sportclub Poysdorf bzw. der Laufclub LAC Harlekin Mistelbach haben es mit der Transparenz ein wenig übertrieben. (mehr …)