Vermögenssteuer? Her damit!

Die Nationalbank hat erneut widerlegt, was ÖVP und SPÖ gebetsmühlenartig behaupten: Dass eine Vermögenssteuer die breite Masse treffe. Das reichste Tausendstel der Österreicher besitzt genau so viel Geldvermögen wie die untere Hälfte aller Haushalte. Die OeNB hat bereits viele Vermögensstudien hinter sich: So wurden beispielsweise Aktien, Immobilien und Geldvermögen der Österreicher unter die Lupe genommen. Nun wurde das Beteiligungsvermögen untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass den obersten zehn Prozent 92% des Gesamtkapitals gehören.

Modelle einer Vermögenssteuer gibt es wie Sand am Meer. Die Grünen haben sich dazu ebenso Gedanken gemacht, wie die Gewerkschaft der Privatangestellten. Gemeinsam ist allen, dass sie eben nicht „den kleinen Häuslbauer“ treffen. Zum Vergleich: Das Modell der GPA sieht eine Steuer ab einem Vermögen von 500.000 Euro vor. Im Durchschnitt sind die Beteiligungen einer Person laut OeNB-Studie aber nur 176.000 Euro wert. Selbst bei einer Grenze von einer halben Million, können Herr und Frau Österreicher also getrost Haus bauen und Aktien kaufen ohne um ihr Butterbort fürchten zu müssen. Es ist höchste Zeit Arbeit endlich weniger zu besteuern und Vermögen im Gegenzug sehr wohl. Das ist echte Umverteilung.

Published in: on 13. Januar, 2010 at 17:00  Kommentar verfassen  
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Wie spart man eine Tonne bei einer Lok ein?

Es gibt eine nette Überlieferung die zur jetztigen Debatte rund um Budget-Sanierung und Co passt:

Ein Eisenbahn-Ingeneur stand vor dem Problem noch eine weitere Tonne an seiner, schon optimierten Lok, einzusparen. Er hat auch schon alles eingespart was eingespart werden kann. Wie vorgehen? Er hörte auf in der klassischen Manier zu denken – „Was kann ich noch weglassen?“ – und begann die einzelnen Komponenten zu optimieren. So sparte er an vielen Stellen ein paar Kilo ein und schaffte seine Tonne.

Und genau so müsste die Budget-Debatte geführt werden. Zum Beispiel die Vermögenssteuer müsste genau unter diesem Gesichtspunkt beurteilt werden: Klar hat Josef Pröll recht, wenn er sagt, eine Vermögenssteuer finanziert nicht unser Defizit.
Es ist aber ein Beitrag, ein wichtiger. Und davon gibt es noch viele und so werden wir es auch in Österreich schaffen, fair und konjunkturfreundlich zu sanieren.

Published in: on 26. April, 2009 at 21:58  Comments (2)  
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