Strache und der böse Wolf

Was habe ich wieder gelacht. Gestern war HC Strache bei Armin Wolf zu Gast in der ZiB 2. Laut neuestem Buch über den FPÖ Chef war er wohl doch mit dem verurteilten Neo-Nazi Gottfried Küssl bekannt und bei zumindest einer seiner Wehrsportübungen dabei. Strache, damals 19 Jahre alt, verteidigte sich bei Wolf mit „kindlichem Verhalten“. Recht infantil erscheint auch seine Haltung gegenüber der EU, die seiner Meinung nach diktatorische Ausmaße annimmt. Das Interview selbst folgt immer dem selben Muster: Wolf fragt, Strache gibt eine Antwort die nichts mit der Frage zu tun hat, Wolf fragt nach, Strache greift Wolf an und behauptet Wolf habe die Unwahrheit gesagt usw. usw.
Dennoch: Diese Interviews – die mehr einem Duell gleichen – werden niemals langweilig. Strache weiß sich der gut recherchierten Fragen nicht zu erwehren. Mit eigenen Aussagen konfrontiert bleibt ihm stets der Ausweg sich auf seine Jugendfehler zu berufen. Gut, die hat einjeder. Aber im Alter an diesen festzuhalten ist kein Beweis von hellem Geist, sondern von Hilflosigkeit im Argumentationsnotstand.

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